Andere Werkzeuge erzeugen ein PDF. falzmarke prüft das Ergebnis.
Du schreibst den Inhalt als Markdown. falzmarke setzt daraus einen Geschäftsbrief nach DIN 5008:2020 als PDF/A — und misst anschließend das fertige PDF nach. Sitzt die Falzmarke nicht auf 105,0 mm, endet der Lauf mit einem Fehler statt mit einem Brief, der nur ungefähr stimmt.
⬇ Als Claude-Skill laden · In 60 Sekunden ausprobieren · Beispielbrief ansehen
Linux · macOS · Windows · 33 Maße je Seite · PDF/A-2b · MIT
In Bewegung
Aufgezeichnet aus der echten CLI mit vhs;
das Drehbuch steht in docs/marke/video/readme.tape.
Ein Test hält den Mitschnitt gegen einen frischen Lauf, damit hier kein Terminal
steht, das es so nie gab (tests/test_tape.py).
Was dabei herauskommt
Und was danach geprüft wird — Auszug aus dem Bericht, den jeder Lauf ausgibt:
OK Falzmarke 1, y: soll 105.00 ist 105.00 (tol ±0.3)
OK Infoblock, x-links: soll 125.00 ist 125.00 (tol ±0.5)
OK Betreff, y-Oberkante: soll 98.47 ist 97.91 (tol -1.75/+0.6)
OK Abstand Betreff → Anrede (2 Leerzeilen): soll 12.70 ist 12.70 (tol ±0.2)
Das Problem
Eine Briefvorlage kann nicht prüfen, ob das Ergebnis stimmt. Sie wird kopiert, jemand verschiebt eine Zeile, und der Fehler fällt erst am fertigen Stapel auf: Die Anschrift steht nicht mehr im Fensterausschnitt, alles muss neu gedruckt und kuvertiert werden — und wer mit Automationsrabatt einliefert, verliert ihn für diese Sendung.
Sprachmodelle verschärfen das. Sie formulieren gut, aber sie können keinen Text auf 45,0 mm setzen. Wer einen Brief von einer KI schreiben lässt, bekommt zuverlässig guten Inhalt in unzuverlässigem Layout.
Und ein Renderer kann ebenfalls Fehler haben — auch dieser hier.
Deshalb trennt falzmarke drei Dinge: Inhalt kommt als Markdown, lesbar und versionierbar. Das Layout setzt ein Renderer, der es immer gleich macht. Und die Prüfung misst das fertige PDF, statt dem Renderer zu glauben.
Warum nicht einfach Word oder ein Prompt?
Verglichen wird der typische Arbeitsablauf, nicht das Werkzeug an sich — mit einer sorgfältig gepflegten Vorlage lässt sich vieles davon erreichen.
| Vorlage in Word / LibreOffice | Brief direkt von einer KI | falzmarke | |
|---|---|---|---|
| Quelle diffbar und versionierbar | teilweise | selten | ja — Markdown und YAML |
| Layout reproduzierbar | hängt an Vorlage und Umgebung | nicht zugesichert | ja — derselbe Renderer, dieselbe Ausgabe |
| Fertiges PDF wird nachgemessen | nein | nein | ja — 33 Maße, jede Seite, Abweichung ist ein Fehler |
| Absenderprofile | von Hand gepflegt | uneinheitlich | ja — einmal anlegen, überall nutzen |
| Prüfbericht maschinenlesbar | nein | nein | ja — --json und Exit-Codes |
| PDF/A als Voreinstellung | nicht automatisch | nicht zugesichert | ja — ohne zusätzliches Flag |
Was du davon hast
- Der Brief sitzt im Fensterumschlag — Anschriftfeld, Falz- und Lochmarken werden am fertigen PDF vermessen, nicht beim Setzen angenommen.
- Änderungen bleiben nachvollziehbar — Markdown und YAML sind Textdateien. Ein Diff zeigt, was sich geändert hat; das PDF ist Ergebnis, nicht Quelle.
- Ein Auftritt, viele Briefe — Profile bündeln Briefkopf, Fußzeile, Logo, Farben und Voreinstellungen. Auch die Unterschrift, je Brief überschreibbar.
- Fehler sind maschinenlesbar — eigene Exit-Codes für Eingabe-, Geometrie- und
Umgebungsfehler, dazu
--json. Damit läuft es in CI und in Automatisierungen. - Für Langzeitarchivierung ausgelegt — PDF/A-2b ohne zusätzliches Flag. Dass die Datei die
Konformität wirklich einhält, sagt nicht dieses Werkzeug, sondern
veraPDF — die Referenzimplementierung der PDF Association, in CI bei
jedem Push. Optional PDF/UA-1 mit
--pdfua, ebenfalls dort geprüft. - Im Gespräch oder im Terminal — als Claude-Skill oder als CLI, ohne Systeminstallation.
Woran man sieht, dass es stimmt
Das ist der Teil, an dem sich das Versprechen entscheidet — deshalb steht er vor der Installation.
- Gemessen wird das fertige PDF, nicht die Eingabe.
verifyliest das erzeugte Dokument mit pdfplumber und vergleicht Zonen, Marken und Abstände gegen die Sollwerte. - Jede tragende Prüfung hat eine Gegenprobe. Sie läuft gegen ein absichtlich verschobenes Layout und muss dort anschlagen — ein Prüfmittel, das nie rot werden kann, wäre kein Nachweis.
- CI auf Linux, macOS und Windows, bei jedem Push.
- Ein Frischinstallations-Test führt die Befehle aus dieser README wirklich aus. Hier steht kein Befehl, den niemand ausprobiert hat.
- Alle Beispielbriefe werden in CI gerendert und vermessen.
- Die PDF-Konformität bestätigt ein fremdes Werkzeug. Alles andere auf dieser Liste misst mit
demselben Code, der das PDF erzeugt hat — das belegt Selbsttreue, nicht Konformität.
veraPDF hat den Brief nicht geschrieben und teilt keine Zeile mit dem
Renderer. Geprüft wird, was die Datei selbst deklariert, auf der ausgelieferten Datei, mit
Prüfsummen-Abgleich — und mit einer Gegenprobe, die ein absichtlich nicht-konformes PDF
durchfallen lässt (
scripts/pdf_konformitaet.py). - Die Layoutbasis ist vendort und prüfsummengesichert —
vendor/README.md.
Zwei Aussagen, die gern verwechselt werden, hält das Projekt auseinander:
Der Sollwert ist fachlich belegt und der Verifier erkennt eine Abweichung davon sind verschiedene Dinge. Das Zweite ist bewiesen. Das Erste hat Grenzen.
Woher die Sollwerte stammen: Maße und Schreibregeln folgen öffentlich dokumentierten Quellen
(Liste in skill/references/din5008.md); der Abgleich mit dem
Originaltext der DIN 5008:2020-03 einschließlich Berichtigung 1:2020-07 steht aus. Regeln aus
einzelnen Quellen wirken nur als Warnung. Welche Regel worauf beruht, steht in der
Quellenlage je Regel; was daraus rechtlich
folgt, in docs/recht.md.
python3 -m pytest -q
Sicherheit
Genannt wird nur, was im Code steht und geprüft ist. falzmarke ist nicht unabhängig auditiert — Sicherheitsrelevantes bitte nach SECURITY.md, nicht als Issue.
- Verarbeitung bleibt lokal. Der Renderpfad importiert keine Netzwerkbibliothek.
- YAML wird ausschließlich mit
safe_loadgelesen — an jeder Stelle, auch beim eingebetteten Profil. - Markdown läuft gegen eine Positivliste von Knotentypen. Was nicht daraufsteht, ist ein Fehler mit Zeilenangabe — nie ein stilles Durchreichen.
- Brieftext wird nie zu Typst-Code. Der Emitter übergibt ihn als maskierte Zeichenkette; Sonderzeichen können die Struktur nicht verlassen.
- Profil- und Briefdateien bleiben in ihrem Ordner. Logo, Unterschrift und eigener Briefkopf dürfen nicht darüber hinauszeigen, Symlinks werden aufgelöst (Gegenproben).
- Typst läuft auf ein eigenes Wurzelverzeichnis begrenzt, Systemschriften sind abgeschaltet.
- Alle Abhängigkeiten des Programms sind permissiv lizenziert — THIRD_PARTY_LICENSES.md.
- Die CI-Aktionen hängen an vollständigen Commit-SHAs, nicht an verschiebbaren Tags.
Das Release-Asset lässt sich auf seine Herkunft prüfen:
gh attestation verify falzmarke.skill --repo blitzsicht/falzmarke
Das belegt, aus welchem Lauf und welchem Commit die Datei stammt — nicht, dass sie fehlerfrei
ist. Die SHA-256-Summe steht in der Release-Notiz und als falzmarke.skill.sha256 daneben.
In 60 Sekunden
Mit Claude
falzmarke.skillherunterladen- In Claude unter Einstellungen › Capabilities hochladen (Tarif mit Code-Ausführung nötig).
Für Claude Code genügt ein Symlink:
ln -s "$PWD/skill" ~/.claude/skills/falzmarke
- „Schreib einen Brief an die Muster GmbH, Angebot über …"
Im Terminal
uvx --from git+https://github.com/blitzsicht/falzmarke falzmarke \
init brief.md --profil example --betreff "Angebot Nr. 2026-0815"
oder dauerhaft installiert, danach genügt falzmarke render brief.md --png:
pipx install git+https://github.com/blitzsicht/falzmarke
Noch liegt das Paket nicht auf PyPI — deshalb die Adresse statt eines bloßen Namens (#7).
Der Typst-Compiler kommt als Python-Wheel mit: keine Systeminstallation, kein LaTeX, kein wkhtmltopdf, keine Schriftinstallation.
Aus einem Clone, ohne Installation
git clone https://github.com/blitzsicht/falzmarke.git
cd falzmarke
python3 skill/scripts/bootstrap.py
python3 skill/scripts/falzmarke.py render examples/brief-form-b.md --png
Einen Brief schreiben
---
profil: example
empfaenger:
- Muster GmbH
- Frau Erika Muster
- Musterstraße 1
- 12345 Musterstadt
datum: 2026-08-25
betreff: Angebot Nr. 2026-0815 über die Neugestaltung Ihrer Website
anrede: Sehr geehrte Frau Muster,
anlagen:
- Angebot 2026-0815
---
vielen Dank für Ihre Anfrage vom 20. August 2026. Anbei erhalten Sie unser Angebot.
Die Umsetzung dauert ab Ihrer Freigabe **sieben Werktage**.
python3 skill/scripts/falzmarke.py render brief.md --png
Alle Felder stehen im Datenvertrag. Ein Feld, das dort nicht steht, bricht mit Zeilennummer und Vorschlag ab — es wird nie stillschweigend verworfen.
Was im Brieftext erlaubt ist
Der Text unter dem Frontmatter ist falzmarke-Markdown, eine dokumentierte Teilmenge von CommonMark:
| Das geht | Das erledigt falzmarke selbst |
|---|---|
Absätze, **fett**, *kursiv* |
z. B., 10 %, § 5 bekommen geschützte Leerzeichen |
| Aufzählungen und nummerierte Listen | -- wird zum Halbgeviertstrich – so |
Harter Umbruch mit \ am Zeilenende |
"Wort" wird zu „Wort“ |
| Pipe-Tabellen mit Ausrichtung | Tag und Monat bleiben zusammen: 25. August |
Überschriften, Links, Bilder, Code und HTML sind Fehler — mit Zeile, Grund und Korrektur, nie stillschweigend. Auf Papier gibt es keinen Link, und ein Bild im Fließtext verschöbe die Geometrie, die danach gemessen wird.
Die vollständige Liste: falzmarke-Markdown.
Beispiele
| Standardbrief | Einschreiben | Mehrseitig |
|---|---|---|
| Form B mit Informationsblock | Zusatz- und Vermerkzone | Kopfzeile und Seitenzählung |
Dazu Form A, Auslandsanschrift, Tabelle und ein Brief mit langem Informationsblock — alle Beispiele und ihre vollständigen Renderings.
Grenzen
- falzmarke-Markdown (CommonMark-Teilmenge): Absätze, fett, kursiv, Aufzählungen, nummerierte Listen, harter Umbruch, Pipe-Tabellen. Alles andere bricht mit Zeilenangabe ab, statt still etwas anderes zu setzen.
- Zonengrößen der Norm: Anschrift höchstens 6 Zeilen, Vermerke höchstens 3, Werte im Informationsblock höchstens 32 Zeichen.
- Keine Bilder im Fließtext — ein Logo gehört ins Profil.
- Nur DIN 5008. Schweiz (SN 010130) und Österreich (ÖNORM A 1080) sind vorgemerkt
(#10); das Frontmatter-Feld
norm:ist dafür reserviert. - Keine Signatur. Das Unterschriftsbild ist Erscheinungsbild, kein Nachweis. Eine kryptografische Signatur ist Gegenstand von #14.
Weiterlesen
| Befehle | alle Unterbefehle, Exit-Codes, was geprüft wird |
| Absenderprofile | Profil anlegen, Suchreihenfolge, eigener Briefkopf |
| Datenvertrag | jedes Frontmatter-Feld mit Beispiel |
| falzmarke-Markdown | was im Brieftext möglich ist |
| Normmaße und Quellenlage | Sollwerte und ihre Herkunft |
| Was falzmarke behauptet — und was nicht | Grenzen der Normaussage |
| Aufbau des Repositorys | Schichten, Vendoring, warum das Paket unter skill/ liegt |
| Roadmap | in welcher Reihenfolge gearbeitet wird, und was noch offen ist |
| Changelog · Releases | was sich geändert hat |
Mitmachen
Fehlerberichte und Vorschläge sind willkommen — siehe CONTRIBUTING.md.
Bei einem Geometriefehler bitte die Ausgabe von verify mitschicken; ohne sie lässt sich nicht
unterscheiden, ob das Layout oder die Messung danebenliegt.
Sicherheitsrelevantes bitte nicht als Issue, sondern nach SECURITY.md.
Herkunft und Dank
Markdown wurde 2004 von John Gruber gemeinsam
mit Aaron Swartz entworfen. Die Spezifikation dazu ist CommonMark
(John MacFarlane und Mitwirkende). falzmarke setzt eine dokumentierte Teilmenge davon um
— falzmarke-Markdown — und weicht an drei Stellen bewusst
ab: HTML wird nie durchgereicht, Links werden nie gesetzt, und eine einzelne 2. Text-Zeile
ohne weitere Listenpunkte ist ein Fehler statt einer Liste.
Das Seitenlayout stammt von typst-letter-pro
(MIT) von Sematre und ist unverändert vendort — Prüfsumme in
vendor/README.md. falzmarke ergänzt die Schicht
darüber: Datenvertrag, Profile, Markdown-Eingabe, Messung und den Skill.
Gesetzt wird mit Typst (Apache-2.0), geparst mit markdown-it-py (MIT), gemessen mit pdfplumber (MIT) und pypdf (BSD-3). Schriften: Libertinus und Source Sans 3 (beide OFL 1.1). Die vollständige Aufstellung samt der Begründung, warum PyMuPDF (AGPL-3.0) ersetzt wurde, steht in THIRD_PARTY_LICENSES.md.
Alle Abhängigkeiten des Programms sind permissiv lizenziert — falzmarke lässt sich damit auch in geschlossene Systeme einbauen. Nicht permissiv ist allein Remotion, womit der Erklärfilm gerendert wird: am Programm ist es nicht beteiligt und wird nicht mitgeliefert.
DIN 5008 ist eine Norm des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. falzmarke ist kein
Produkt des DIN, steht in keiner Verbindung zum DIN und behauptet keine Zertifizierung. Wie die
Maße gemessen wurden, steht in docs/normmasse.md.
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Details for the file falzmarke-0.7.3.tar.gz.
File metadata
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- Size: 811.3 kB
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