Andere Werkzeuge erzeugen ein PDF. falzmarke prüft das Ergebnis.
Du schreibst den Inhalt als Markdown. falzmarke setzt daraus einen Geschäftsbrief nach DIN 5008:2020 als PDF/A — und misst anschließend das fertige PDF nach. Sitzt die Falzmarke nicht auf 105,0 mm, endet der Lauf mit einem Fehler statt mit einem Brief, der nur ungefähr stimmt.
falzmarke.com — Anleitung ohne Terminal · ⬇ Als Claude-Skill laden · In 60 Sekunden ausprobieren · Beispielbrief ansehen
Linux · macOS · Windows · 34 Maße je Seite · PDF/A-2b · MIT
In Bewegung
Aufgezeichnet aus der echten CLI mit vhs;
das Drehbuch steht in docs/marke/video/readme.tape.
Ein Test hält den Mitschnitt gegen einen frischen Lauf, damit hier kein Terminal
steht, das es so nie gab (tests/test_tape.py).
Was dabei herauskommt
Und was danach geprüft wird — Auszug aus dem Bericht, den jeder Lauf ausgibt:
OK Falzmarke 1, y: soll 105.00 ist 105.00 (tol ±0.3)
OK Infoblock, x-links: soll 125.00 ist 125.00 (tol ±0.5)
OK Betreff, y-Oberkante: soll 98.47 ist 97.91 (tol -1.75/+0.6)
OK Abstand Betreff → Anrede (2 Leerzeilen): soll 12.70 ist 12.70 (tol ±0.2)
Das sind vier von 33 Zeilen des Geometrieberichts. Der Film zeigt, wie die übrigen entstehen: Eine Linie fährt das Blatt ab und hält an jedem gemessenen Höhenmaß. Sie hält dort, wo die Messung es sagt — bei diesen Prüfungen ist der gemessene Wert zugleich die Stelle.
Acht der 33 Geometrieprüfungen tragen eine Höhe auf dem Blatt; die übrigen messen Breiten,
Abstände und Eigenschaften ohne Ort auf der Seite. Die Zahl 34 weiter oben zählt eine
mehr: Nach einem render sieht die CLI zusätzlich die PDF/A-Konformität nach, und die
liegt auf keinem Millimeter. Beide Zahlen stimmen, sie zählen Verschiedenes.
Keine Zahl im Film ist abgetippt — sie kommen alle aus verify --json, und
tests/test_messfilm.py hält den Film gegen einen frischen Messlauf. Verschiebt jemand
die Falzmarke um 2 mm, muss der betroffene Halt rot werden; tut er es nicht, schlägt der
Test fehl.
Die erste Zeile des Berichts oben spricht von einem Strich, den man auf einem Vorschaubild kaum sieht — er ist 0,25 pt stark. Vergrößert sieht die Stelle so aus:
Dort wird der Bogen gefaltet, damit die Anschrift im Fensterumschlag steht. Sitzt die Marke falsch, faltet der Stapel falsch — und das fällt erst nach dem Druck auf.
Das Problem
Eine Briefvorlage kann nicht prüfen, ob das Ergebnis stimmt. Sie wird kopiert, jemand verschiebt eine Zeile, und der Fehler fällt erst am fertigen Stapel auf: Die Anschrift steht nicht mehr im Fensterausschnitt, alles muss neu gedruckt und kuvertiert werden — und wer mit Automationsrabatt einliefert, verliert ihn für diese Sendung.
Sprachmodelle verschärfen das. Sie formulieren gut, aber sie können keinen Text auf 45,0 mm setzen. Wer einen Brief von einer KI schreiben lässt, bekommt zuverlässig guten Inhalt in unzuverlässigem Layout.
Und ein Renderer kann ebenfalls Fehler haben — auch dieser hier.
Deshalb trennt falzmarke drei Dinge: Inhalt kommt als Markdown, lesbar und versionierbar. Das Layout setzt ein Renderer, der es immer gleich macht. Und die Prüfung misst das fertige PDF, statt dem Renderer zu glauben.
Warum nicht einfach Word oder ein Prompt?
Verglichen wird der typische Arbeitsablauf, nicht das Werkzeug an sich — mit einer sorgfältig gepflegten Vorlage lässt sich vieles davon erreichen.
| Vorlage in Word / LibreOffice | Brief direkt von einer KI | falzmarke | |
|---|---|---|---|
| Quelle diffbar und versionierbar | teilweise | selten | ja — Markdown und YAML |
| Layout reproduzierbar | hängt an Vorlage und Umgebung | nicht zugesichert | ja — derselbe Renderer, dieselbe Ausgabe |
| Fertiges PDF wird nachgemessen | nein | nein | ja — 34 Maße, jede Seite, Abweichung ist ein Fehler |
| Absenderprofile | von Hand gepflegt | uneinheitlich | ja — einmal anlegen, überall nutzen |
| Prüfbericht maschinenlesbar | nein | nein | ja — --json und Exit-Codes |
| PDF/A als Voreinstellung | nicht automatisch | nicht zugesichert | ja — ohne zusätzliches Flag |
Was du davon hast
- Der Brief sitzt im Fensterumschlag — Anschriftfeld, Falz- und Lochmarken werden am fertigen PDF vermessen, nicht beim Setzen angenommen.
- Änderungen bleiben nachvollziehbar — Markdown und YAML sind Textdateien. Ein Diff zeigt, was sich geändert hat; das PDF ist Ergebnis, nicht Quelle.
- Ein Auftritt, viele Briefe — Profile bündeln Briefkopf, Fußzeile, Logo, Farben und Voreinstellungen. Auch die Unterschrift, je Brief überschreibbar.
- Fehler sind maschinenlesbar — eigene Exit-Codes für Eingabe-, Geometrie- und
Umgebungsfehler, dazu
--json. Damit läuft es in CI und in Automatisierungen. - Für Langzeitarchivierung ausgelegt — PDF/A-2b ohne zusätzliches Flag. Dass die Datei die
Konformität wirklich einhält, sagt nicht dieses Werkzeug, sondern
veraPDF — die Referenzimplementierung der PDF Association, in CI bei
jedem Push. Optional PDF/UA-1 mit
--pdfua, ebenfalls dort geprüft. - Im Gespräch oder im Terminal — als Claude-Skill oder als CLI, ohne Systeminstallation.
Woran man sieht, dass es stimmt
Das ist der Teil, an dem sich das Versprechen entscheidet — deshalb steht er vor der Installation.
-
Gemessen wird das fertige PDF, nicht die Eingabe.
verifyliest das erzeugte Dokument mit pdfplumber und vergleicht Zonen, Marken und Abstände gegen die Sollwerte. -
Jede tragende Prüfung hat eine Gegenprobe. Sie läuft gegen ein absichtlich verschobenes Layout und muss dort anschlagen — ein Prüfmittel, das nie rot werden kann, wäre kein Nachweis. Das gilt auch für das Bild oben: Es entsteht zweimal, einmal aus dem ausgelieferten Layout und einmal aus einem, in dem die Marke 2 mm zu tief sitzt.
Unterscheiden sich die beiden Ausschnitte nicht, zeigt der Ausschnitt die Marke gar nicht — dann ist das Bild oben wertlos, und
tests/test_detailbild.pyschlägt fehl. -
CI auf Linux, macOS und Windows, bei jedem Push.
-
Ein Frischinstallations-Test führt die Befehle aus dieser README wirklich aus. Hier steht kein Befehl, den niemand ausprobiert hat.
-
Alle Beispielbriefe werden in CI gerendert und vermessen.
-
Die PDF-Konformität bestätigt ein fremdes Werkzeug. Alles andere auf dieser Liste misst mit demselben Code, der das PDF erzeugt hat — das belegt Selbsttreue, nicht Konformität. veraPDF hat den Brief nicht geschrieben und teilt keine Zeile mit dem Renderer. Geprüft wird, was die Datei selbst deklariert, auf der ausgelieferten Datei, mit Prüfsummen-Abgleich — und mit einer Gegenprobe, die ein absichtlich nicht-konformes PDF durchfallen lässt (
scripts/pdf_konformitaet.py). -
Die Layoutbasis ist vendort und prüfsummengesichert —
vendor/README.md.
Zwei Aussagen, die gern verwechselt werden, hält das Projekt auseinander:
Der Sollwert ist fachlich belegt und der Verifier erkennt eine Abweichung davon sind verschiedene Dinge. Das Zweite ist bewiesen. Das Erste hat Grenzen.
Woher die Sollwerte stammen: Maße und Schreibregeln folgen öffentlich dokumentierten Quellen
(Liste in skill/references/din5008.md); der Abgleich mit dem
Originaltext der DIN 5008:2020-03 einschließlich Berichtigung 1:2020-07 steht aus. Regeln aus
einzelnen Quellen wirken nur als Warnung. Welche Regel worauf beruht, steht in der
Quellenlage je Regel; was daraus rechtlich
folgt, in docs/recht.md.
python3 -m pytest -q
Sicherheit
Genannt wird nur, was im Code steht und geprüft ist. falzmarke ist nicht unabhängig auditiert — Sicherheitsrelevantes bitte nach SECURITY.md, nicht als Issue.
- Verarbeitung bleibt lokal. Der Renderpfad importiert keine Netzwerkbibliothek.
- YAML wird ausschließlich mit
safe_loadgelesen — an jeder Stelle, auch beim eingebetteten Profil. - Markdown läuft gegen eine Positivliste von Knotentypen. Was nicht daraufsteht, ist ein Fehler mit Zeilenangabe — nie ein stilles Durchreichen.
- Brieftext wird nie zu Typst-Code. Der Emitter übergibt ihn als maskierte Zeichenkette; Sonderzeichen können die Struktur nicht verlassen.
- Profil- und Briefdateien bleiben in ihrem Ordner. Logo, Unterschrift und eigener Briefkopf dürfen nicht darüber hinauszeigen, Symlinks werden aufgelöst (Gegenproben).
- Typst läuft auf ein eigenes Wurzelverzeichnis begrenzt, Systemschriften sind abgeschaltet.
- Alle Abhängigkeiten des Programms sind permissiv lizenziert — THIRD_PARTY_LICENSES.md.
- Die CI-Aktionen hängen an vollständigen Commit-SHAs, nicht an verschiebbaren Tags.
Das Release-Asset lässt sich auf seine Herkunft prüfen:
gh attestation verify falzmarke.skill --repo blitzsicht/falzmarke
Das belegt, aus welchem Lauf und welchem Commit die Datei stammt — nicht, dass sie fehlerfrei
ist. Die SHA-256-Summe steht in der Release-Notiz und als falzmarke.skill.sha256 daneben.
In 60 Sekunden
Vier Wege, und sie können nicht dasselbe:
| Weg | rendert ohne Netz | Größe | wofür |
|---|---|---|---|
falzmarke.skill hochladen |
nein, der erste Lauf lädt nach | ~0,8 MB | claude.ai — der Upload-Dialog nimmt höchstens 30 MB |
falzmarke-offline.skill |
ja — der Typst-Compiler reist mit | ~34 MB | Sandboxen ohne PyPI-Zugriff; zu groß für den Upload-Dialog |
pipx / uvx |
nein, der erste Lauf lädt nach | ~1 MB | Terminal |
| Repository klonen | nein, der erste Lauf lädt nach | ~1 MB | Mitarbeit am Werkzeug |
Die beiden Skill-Pakete unterscheiden sich in genau einer Datei: Das Offline-Paket trägt das
typst-Wheel in vendor/, das schlanke nicht. Warum es zwei sind und nicht eines, steht in
skill/vendor/README.md.
Mit Claude
falzmarke.skillherunterladen- In Claude unter Einstellungen › Capabilities hochladen (Tarif mit Code-Ausführung nötig).
Für Claude Code genügt ein Symlink:
ln -s "$PWD/skill" ~/.claude/skills/falzmarke
- „Schreib einen Brief an die Muster GmbH, Angebot über …"
Im Terminal
uvx falzmarke init brief.md --profil example --betreff "Angebot Nr. 2026-0815"
oder dauerhaft installiert, danach genügt falzmarke render brief.md --png:
pipx install falzmarke
Das Paket liegt auf PyPI. Wer den unveröffentlichten
Stand von main will, nimmt weiterhin die Adresse:
pipx install git+https://github.com/blitzsicht/falzmarke
Der Typst-Compiler kommt als Python-Wheel mit: keine Systeminstallation, kein LaTeX, kein wkhtmltopdf, keine Schriftinstallation.
In einem Repository voller Briefe
Wer seine Briefe versioniert, lässt sie bei jedem Push setzen und nachmessen:
- uses: blitzsicht/falzmarke@main
with:
briefe: "briefe/*.md"
profile: "profile"
Die PDFs hängen danach als Artefakt am Lauf. Hält ein Brief die Maße nicht ein, wird der Lauf
rot und nennt Datei und Maß — ein Serienbrief-Archiv merkt einen verrutschten Betreff damit
beim Push und nicht beim Empfänger. Die Eingaben stehen in
action.yml; die Aktion
installiert falzmarke von PyPI und baut keine zweite Installationsstrecke auf. Wer den Lauf
nachfahrbar halten will, nennt eine feste Fassung: paket: "falzmarke==0.7.3".
In einem anderen KI-Client
falzmarke spricht MCP — damit setzen auch Clients Briefe, die keinen Claude-Skill kennen.
pip install 'mcp>=2,<3' # das SDK ist nicht in der Grundausstattung
falzmarke mcp # Server über stdio
Drei Werkzeuge: brief_rendern, brief_pruefen, profile_auflisten. Der Messbericht kommt
bei jedem Rendern mit — ein Dienst, der ein PDF zurückgibt und offenlässt, ob die Maße
stimmen, wäre ein PDF-Generator wie jeder andere.
Das Absenderprofil darf als Objekt im Aufruf stehen. Ein Client ohne Zugriff auf das Dateisystem des Servers kann so seinen eigenen Absender mitgeben, statt mit den Profilen zu leben, die dort zufällig liegen.
Was der Dienst nicht tut: versenden, ablegen, zustellen. Er setzt und prüft (ADR 0029).
Aus einem Clone, ohne Installation
git clone https://github.com/blitzsicht/falzmarke.git
cd falzmarke
python3 skill/scripts/bootstrap.py
python3 skill/scripts/falzmarke.py render examples/brief-form-b.md --png
Einen Brief schreiben
---
profil: example
empfaenger:
- Muster GmbH
- Frau Erika Muster
- Musterstraße 1
- 12345 Musterstadt
datum: 2026-08-25
betreff: Angebot Nr. 2026-0815 über die Neugestaltung Ihrer Website
anrede: Sehr geehrte Frau Muster,
anlagen:
- Angebot 2026-0815
---
vielen Dank für Ihre Anfrage vom 20. August 2026. Anbei erhalten Sie unser Angebot.
Die Umsetzung dauert ab Ihrer Freigabe **sieben Werktage**.
python3 skill/scripts/falzmarke.py render brief.md --png
Alle Felder stehen im Datenvertrag. Ein Feld, das dort nicht steht, bricht mit Zeilennummer und Vorschlag ab — es wird nie stillschweigend verworfen.
Was im Brieftext erlaubt ist
Der Text unter dem Frontmatter ist falzmarke-Markdown, eine dokumentierte Teilmenge von CommonMark:
| Das geht | Das erledigt falzmarke selbst |
|---|---|
Absätze, **fett**, *kursiv* |
z. B., 10 %, § 5 bekommen geschützte Leerzeichen |
| Aufzählungen und nummerierte Listen | -- wird zum Halbgeviertstrich – so |
Harter Umbruch mit \ am Zeilenende |
"Wort" wird zu „Wort“ |
| Pipe-Tabellen mit Ausrichtung | Tag und Monat bleiben zusammen: 25. August |
Links, Bilder und HTML sind Fehler — mit Zeile, Grund und Korrektur, nie stillschweigend. Auf Papier gibt es keinen Link, und ein Bild im Fließtext verschöbe die Geometrie, die danach gemessen wird.
Zwischenüberschriften (# bis ####), tiefere Aufzählungen, Blockzitate und
wortgetreue Auszüge gibt es für lange Schreiben: dialekt: "1.1" im Frontmatter schaltet
sie frei. Ein Auszug bleibt Zeichen für Zeichen stehen — keine typografischen Ersetzungen,
kein Umbruch, keine Einfärbung, und nichts darin wird ausgeführt. Ohne das Feld gilt Fassung 1.0, und ein
bestehender Brief rendert unverändert.
Die vollständige Liste: falzmarke-Markdown.
Dieselbe Datei als E-Mail
Ein Schreiben mit typ: email im Frontmatter wird keine PDF-Seite, sondern eine .eml —
dieselbe Quelle, dasselbe Profil, dieselbe Signatur.
falzmarke email nachricht.md --html
OK geschrieben: nachricht.eml
OK geschrieben: nachricht.html
OK verify: 22/22 Prüfungen bestanden
Die .eml öffnet das Mailprogramm, die .html der Browser. Mit --oeffnen übergibt falzmarke
die fertige Nachricht gleich dem Programm, das im System für .eml eingetragen ist — erst nach
bestandener Prüfung, und ohne selbst ein Programm auszusuchen. Sie erscheint dort als
Lesefenster, nicht als Entwurf; das ist eine Eigenschaft des Formats und in drei Programmen
nachgemessen. Geprüft wird die fertige Datei:
MIME-Aufbau, format=flowed, Space-Stuffing, die Signaturtrennzeile, und ob im HTML nichts
steht, was dort nicht hingehört — kein Skript, kein externes Stylesheet, kein Zählpixel, keine
Tabelle als Layout. falzmarke verify --email misst auch Dateien, die von woanders kommen.
falzmarke versendet nichts. Es gibt keinen Versandbefehl und keine Option, die sendet: Wer eine Datei erzeugt, haftet für ihren Inhalt; wer sie befördert, für Zustellung und Nachweis. Das sind zwei Versprechen, und falzmarke gibt nur das erste (ADR 0034). Öffnen ist davon nicht berührt und geht auch keinen Schritt weiter: eine Datei ans Betriebssystem übergeben — kein Entwurf, keine Steuerung des Mailprogramms (ADR 0038).
Wie die Datei aufgebaut ist, was bewusst fehlt und wo die Grenzen liegen:
Die E-Mail-Fassung. Vier
Beispiele liegen unter
examples/email/.
Beispiele
| Standardbrief | Einschreiben | Mehrseitig |
|---|---|---|
| Form B mit Informationsblock | Zusatz- und Vermerkzone | Kopfzeile und Seitenzählung |
Dazu Form A, Auslandsanschrift, Tabelle, ein Brief mit langem Informationsblock und einer
mit englischer Beschriftung (sprache: en — deutsche Maße, englische Wörter) —
alle Beispiele und ihre vollständigen Renderings.
Grenzen
- falzmarke-Markdown (CommonMark-Teilmenge): Absätze, fett, kursiv, Aufzählungen, nummerierte Listen, harter Umbruch, Pipe-Tabellen. Alles andere bricht mit Zeilenangabe ab, statt still etwas anderes zu setzen.
- Zonengrößen der Norm: Anschrift höchstens 6 Zeilen, Vermerke höchstens 3, Werte im Informationsblock höchstens 21 Zeichen.
- Keine Bilder im Fließtext — ein Logo gehört ins Profil.
- Nur DIN 5008. Schweiz (SN 010130) und Österreich (ÖNORM A 1080) sind vorgemerkt
(#10); das Frontmatter-Feld
norm:ist dafür reserviert. - Keine Signatur. Das Unterschriftsbild ist Erscheinungsbild, kein Nachweis. Eine kryptografische Signatur ist Gegenstand von #14.
Weiterlesen
| Befehle | alle Unterbefehle, Exit-Codes, was geprüft wird |
| Absenderprofile | Profil anlegen, Suchreihenfolge, eigener Briefkopf |
| Die E-Mail-Fassung | Aufbau der .eml, ihre Teile und Grenzen |
| Datenvertrag | jedes Frontmatter-Feld mit Beispiel |
| falzmarke-Markdown | was im Brieftext möglich ist |
| Normmaße und Quellenlage | Sollwerte und ihre Herkunft |
| Was falzmarke behauptet — und was nicht | Grenzen der Normaussage |
| Aufbau des Repositorys | Schichten, Vendoring, warum das Paket unter skill/ liegt |
| Roadmap | in welcher Reihenfolge gearbeitet wird, und was noch offen ist |
| Changelog · Releases | was sich geändert hat |
Mitmachen
Fehlerberichte und Vorschläge sind willkommen — siehe CONTRIBUTING.md.
Bei einem Geometriefehler bitte die Ausgabe von verify mitschicken; ohne sie lässt sich nicht
unterscheiden, ob das Layout oder die Messung danebenliegt.
Sicherheitsrelevantes bitte nicht als Issue, sondern nach SECURITY.md.
Herkunft und Dank
Markdown wurde 2004 von John Gruber gemeinsam
mit Aaron Swartz entworfen. Die Spezifikation dazu ist CommonMark
(John MacFarlane und Mitwirkende). falzmarke setzt eine dokumentierte Teilmenge davon um
— falzmarke-Markdown — und weicht an drei Stellen bewusst
ab: HTML wird nie durchgereicht, Links werden nie gesetzt, und eine einzelne 2. Text-Zeile
ohne weitere Listenpunkte wird gemeldet — gesetzt mit erhaltenem Startwert, damit nichts still
umnummeriert wird.
Das Seitenlayout stammt von typst-letter-pro
(MIT) von Sematre und ist unverändert vendort — Prüfsumme in
vendor/README.md. falzmarke ergänzt die Schicht
darüber: Datenvertrag, Profile, Markdown-Eingabe, Messung und den Skill.
Gesetzt wird mit Typst (Apache-2.0), geparst mit markdown-it-py (MIT), gemessen mit pdfplumber (MIT) und pypdf (BSD-3). Schriften: Libertinus und Source Sans 3 (beide OFL 1.1). Die vollständige Aufstellung samt der Begründung, warum PyMuPDF (AGPL-3.0) ersetzt wurde, steht in THIRD_PARTY_LICENSES.md.
Alle Abhängigkeiten des Programms sind permissiv lizenziert — falzmarke lässt sich damit auch in geschlossene Systeme einbauen. Nicht permissiv ist allein Remotion, womit der Erklärfilm gerendert wird: am Programm ist es nicht beteiligt und wird nicht mitgeliefert.
DIN 5008 ist eine Norm des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. falzmarke ist kein
Produkt des DIN, steht in keiner Verbindung zum DIN und behauptet keine Zertifizierung. Wie die
Maße gemessen wurden, steht in docs/normmasse.md.
Was sich zuletzt getan hat
Die letzten zwei Versionen im Wortlaut. Erzeugt aus CHANGELOG.md — dort ändern, dann python3 scripts/changelog.py.
v0.9.5 — 08.09.2026
Neu
-
email.logonimmt jetzt auch eine Adresse und eine Data-URI. Bisher nur einen Dateipfad, und der wird als CID-Anhang eingebettet — fürfalzmarke emaildie richtige Wahl, weil das Bild dann mitreist und auch ohne Netz ankommt. Der Signatur-Baukasten auf falzmarke.com erzeugt aber dieselbe Auszeichnung im Browser, und eine Webseite hat keinen MIME-Container: Dort fehlte das Logo deshalb ganz.Drei Formen, und die Wahl folgt aus dem Wert: ein Pfad wird eingebettet,
https://…steht als Adresse imsrc,data:image/…;base64,…steckt im HTML-Teil. Die Datei bleibt die Vorgabe. Was die beiden anderen kosten, sagt das Werkzeug beim Setzen — auf der Kommandozeile unter der erzeugten Datei, im MCP-Dienst als Feldlogo.hinweis: Eine Adresse wird von Outlook und Gmail standardmäßig blockiert, eine Data-URI zeigt Gmail in der Weiterleitungsansicht nicht an und Outlook hängt sie als namenlosen Anhang an. Gelesen wird dafür die fertige Nachricht, nicht das Profil — gemeldet werden soll, was drinsteht.Ein SVG bleibt in allen drei Formen ausgeschlossen; geprüft wird auch die Endung einer Adresse und der Typ einer Data-URI. Nennt eine Adresse keine Endung (
…/logo?id=7), geht sie durch: Was dort liegt, weiß nur der Server, und danach zu fragen hieße, ihn abzurufen. -
Der Linter schweigt nicht mehr, wenn er nicht messen kann.
email.logo_kontrastprüft, ob ein Logo auf hellem wie auf dunklem Grund trägt. Bei allem, was keine Datei war, kehrte die Prüfung bisher wortlos zurück — sie sah grün aus und hatte nichts angesehen. Eine Data-URI wird jetzt gemessen wie eine Datei; bei einer Adresse sagt die Warnung ausdrücklich, dass nicht gemessen wurde und warum: Messen hieße abrufen, und das tut dieses Werkzeug nicht (ADR 0034). -
Höchstens ein Bild in einer erzeugten Mail. ADR 0034 sagt das seit August — gemessen hat es niemand, drei Bilder mit
cid:wären anstandslos durchgegangen. Aufgefallen ist die Lücke erst, als die Quellenregel fiel: Sie hielt die Anzahl nebenbei mit, weil ein Bild in der Nachricht dort erst hineingelegt werden muss. Aus demselben Grund wandert die Zählpixel-Erkennung vom Prüfer zum Emitter — sie war der zweite Zaun hinter dem ersten, und der erste ist weg. (#243)
Geändert
-
Die Signatur mit Logo steht jetzt zweispaltig. Bisher trug die Layouttabelle nur den Namen; Kontakt und Rechtsangaben standen darunter und liefen unter dem Bild hindurch — das sah aus wie ein Zitatblock mit einem Logo davor. Jetzt trägt die rechte Spalte alle drei Blöcke, getrennt durch eine dünne senkrechte Linie. Die Linie ist neutral und kommt nicht aus dem Profil: Eine gefärbte wäre die Marke des Werkzeugs in fremder Post, und eine profilabhängige Farbe kann nicht in den Dunkelregeln stehen, weil der Block eine zeichenweise verglichene Konstante ist. Ohne Logo ändert sich nichts — dann entsteht keine Tabelle, denn links stünde eine leere Spalte und ein Trenner ohne Gegenüber.
Beim Bauen kam heraus, dass jede Mail mit Logo schon vorher die eigene Prüfung verletzte: Das Bild setzt
border: 0, undnicht_umschaltbar()verlangte dafür eine umschaltbare Klasse. Gemerkt hat es niemand, weil kein Test und kein Golden je ein Logo führte. Die Prüfung sieht jetzt auf den Wert statt nur auf den Eigenschaftsnamen: Was die Eigenschaft abschaltet (0,none), setzt keine Farbe, die im Dunkeln hell bleiben könnte.Dazu zwei Einträge mehr in der Liste der umschaltpflichtigen Eigenschaften.
border-left:ist neu und trägt die senkrechte Linie — ohne ihn hätte die Prüfung an genau der Stelle nie rot werden können, an der die Linie entsteht. Undbackground-color:steht jetzt eigens da, mit leerer Klassenliste: Er fiel bis hierher zufällig untercolor:, weil der Name als Teilstring gesucht wurde; seit die Suche an der Deklaration ankert, wäre er still weggefallen. Umschalten kann ihn ohnehin keine Klasse, also ist jedes Vorkommen ein Befund. -
Ein sechstes Mail-Beispiel, und es trägt ein Logo.
examples/email/email-logo.mdmit eigenem Profil daneben — keines der ausgelieferten führt eines. Damit hält zum ersten Mal ein Golden fest, wie die Signatur mit Bild byteweise aussieht; der JS-Port des Signatur-Baukastens auf falzmarke.com prüft gegen genau diese Dateien und konnte den Zweig bisher nicht nachbauen. Dass das Beispielprofil eine reine Kopie mit genau einer geänderten Zeile ist, hält ein Test fest, damit es nicht still auseinanderdriftet. (#243) -
Der Skill kennt die Signatur mit Logo jetzt auch in seiner Beschreibung.
skill/SKILL.mdnannte weder die drei Formen vonemail.logonoch den Hinweis, denemaildazu druckt — und eine Fähigkeit, die nur im Code steht, löst niemand aus: Ein Assistent wählt den Skill über Name und Beschreibung vor und liest den Rumpf erst danach. Der neue Abschnitt „Signatur und Logo" sagt außerdem, dass der Hinweis und die Warnungemail.logo_kontrastweiterzugeben sind — sonst hält jemand ein Logo für zugestellt, das bei einem Teil der Empfänger ein leerer Kasten bleibt. (#243)
Behoben
-
Kein
SyntaxWarningmehr bei jedem Testlauf. Ein Docstring intests/test_vollstaendigkeit.pyerklärte die Escape-Behandlung und schrieb dabei\*in einen gewöhnlichen String; Python warnt darüber und wird es in einer späteren Fassung als Fehler behandeln. Einrvor den Anführungszeichen genügt.Der Grund, warum es zwei Wochen lang niemandem auffiel, ist der interessantere Teil: Die Warnung erscheint nur beim Kompilieren. Liegt die
.pycschon vor, bleibt sie stumm — wer die Suite zweimal fährt, sieht sie beim zweiten Mal nicht mehr. Deshalb bleibt es nicht beim Einzeiler:tests/test_quelltext.pyübersetzt jede der 110 Python-Dateien selbst und meldet jede Warnung, unabhängig von jedem Cache. Ein Test, der sich auf pytest-Warnfilter verließe, hätte dieselbe Lücke gehabt. (#248)
v0.9.4 — 07.09.2026
Behoben
-
Fünf Stellen, an denen v0.9.3 die eigenen Regeln verletzte. Ein Mehr-Augen-Review der Runde förderte sie zutage; jede ist am Code nachgemessen.
Der Regelkatalog
regeln/email.yamlbehauptete weiter, den Zeitpunkt setze der Mailclient — dieselbe Aussage, die kurz zuvor an fünf anderen Stellen korrigiert worden war. Von dort wanderte sie über den Generator in die Referenz.references/frontmatter.mdundREADME.mdnannten „höchstens 32 Zeichen" für Werte im Informationsblock, während die Grenze auf 21 steht: Wer sich danach richtete, lief in einen harten Abbruch. Und der Docstring voneml.baue()sagte „ohne Date", zwanzig Zeilen unter dem Modulkopf, der das Gegenteil erklärt.Zwei funktionale Befunde dazu. Der Hinweis auf eine gesetzte Blindkopie erreichte nur die Kommandozeile — der MCP-Dienst ruft
setze_emaildirekt auf und gab nur „bestanden: true" zurück, also genau die Lage, die der Hinweis verhindern sollte, auf dem Hauptweg des Pakets. Er steht jetzt an einer einzigen Stelle (eml.blindkopie_hinweis) und wird von beiden Wegen benutzt. Außerdem meldeteverify --emailbei einem unlesbarenBcc„steht nicht im sichtbaren Teil" — geprüft wurde dabei eine leere Adressmenge gegen den Text, also nichts.Damit die beiden Textbefunde nicht wiederkehren, hält
tests/test_textkanon.pysie jetzt fest: eine Prüfung gegen die zurückgenommeneDate-Behauptung über alle Textquellen einschließlich YAML — die Lücke, durch die der Regelkatalog gefallen war —, und eine, die die Zahl in der Doku gegenINFOBLOCK_WERT_MAXhält. Der Changelog-Verlauf bleibt ausgenommen: Dort steht die alte Aussage zu Recht, als Zitat dessen, was korrigiert wurde. (#253)
Davor liegen 23 weitere Versionen — der vollständige Verlauf steht in CHANGELOG.md.
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- Download URL: falzmarke-0.9.5.tar.gz
- Upload date:
- Size: 1.1 MB
- Tags: Source
- Uploaded using Trusted Publishing? Yes
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Provenance
The following attestation bundles were made for falzmarke-0.9.5.tar.gz:
Publisher:
release.yml on blitzsicht/falzmarke
-
Statement:
-
Statement type:
https://in-toto.io/Statement/v1 -
Predicate type:
https://docs.pypi.org/attestations/publish/v1 -
Subject name:
falzmarke-0.9.5.tar.gz -
Subject digest:
a5676ca48102611ab6c06db809efd20d807f4a0c2725940e5ab194b62ce75212 - Sigstore transparency entry: 2757771781
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-
Permalink:
blitzsicht/falzmarke@7bfbbff9ff71d5a4e7218d4db19a7328e748e58c -
Branch / Tag:
refs/tags/v0.9.5 - Owner: https://github.com/blitzsicht
-
Access:
public
-
Token Issuer:
https://token.actions.githubusercontent.com -
Runner Environment:
github-hosted -
Publication workflow:
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push
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Statement type:
File details
Details for the file falzmarke-0.9.5-py3-none-any.whl.
File metadata
- Download URL: falzmarke-0.9.5-py3-none-any.whl
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bae194352321266d96e5bb444525cdc281d8a05a57af2f7f7557dce156d08607
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Provenance
The following attestation bundles were made for falzmarke-0.9.5-py3-none-any.whl:
Publisher:
release.yml on blitzsicht/falzmarke
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Statement:
-
Statement type:
https://in-toto.io/Statement/v1 -
Predicate type:
https://docs.pypi.org/attestations/publish/v1 -
Subject name:
falzmarke-0.9.5-py3-none-any.whl -
Subject digest:
469e9583d0a0d0f63544bb2b7a3560ac1899079fb6ee139764fac4cd6b5be60b - Sigstore transparency entry: 2757772048
- Sigstore integration time:
-
Permalink:
blitzsicht/falzmarke@7bfbbff9ff71d5a4e7218d4db19a7328e748e58c -
Branch / Tag:
refs/tags/v0.9.5 - Owner: https://github.com/blitzsicht
-
Access:
public
-
Token Issuer:
https://token.actions.githubusercontent.com -
Runner Environment:
github-hosted -
Publication workflow:
release.yml@7bfbbff9ff71d5a4e7218d4db19a7328e748e58c -
Trigger Event:
push
-
Statement type: