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falzmarke — Briefe schreiben mit KI, nach Norm, nicht nach Gefühl. DIN-5008-Briefe aus Markdown, als PDF/A gesetzt und auf den Millimeter geprüft.

CI Release License: MIT Python 3.11+ DIN 5008


Andere Werkzeuge erzeugen ein PDF. falzmarke prüft das Ergebnis.

Du schreibst den Inhalt als Markdown. falzmarke setzt daraus einen Geschäftsbrief nach DIN 5008:2020 als PDF/A — und misst anschließend das fertige PDF nach. Sitzt die Falzmarke nicht auf 105,0 mm, endet der Lauf mit einem Fehler statt mit einem Brief, der nur ungefähr stimmt.

falzmarke.com — Anleitung ohne Terminal · ⬇ Als Claude-Skill laden · In 60 Sekunden ausprobieren · Beispielbrief ansehen

Linux · macOS · Windows · 34 Maße je Seite · PDF/A-2b · MIT


In Bewegung

Ein Terminal zeigt den Musterbrief als Markdown, danach den Lauf von falzmarke render: PDF und Vorschau werden geschrieben, anschließend läuft der Messbericht durch und endet mit der Zeile, die die eingehaltenen Maße zählt.

Aufgezeichnet aus der echten CLI mit vhs; das Drehbuch steht in docs/marke/video/readme.tape. Ein Test hält den Mitschnitt gegen einen frischen Lauf, damit hier kein Terminal steht, das es so nie gab (tests/test_tape.py).


Was dabei herauskommt

Briefkopf, Anschriftfeld, Informationsblock und Betreff

Und was danach geprüft wird — Auszug aus dem Bericht, den jeder Lauf ausgibt:

OK    Falzmarke 1, y: soll 105.00 ist 105.00 (tol ±0.3)
OK    Infoblock, x-links: soll 125.00 ist 125.00 (tol ±0.5)
OK    Betreff, y-Oberkante: soll 98.47 ist 97.91 (tol -1.75/+0.6)
OK    Abstand Betreff → Anrede (2 Leerzeilen): soll 12.70 ist 12.70 (tol ±0.2)

Das sind vier von 33 Zeilen des Geometrieberichts. Der Film zeigt, wie die übrigen entstehen: Eine Linie fährt das Blatt ab und hält an jedem gemessenen Höhenmaß. Sie hält dort, wo die Messung es sagt — bei diesen Prüfungen ist der gemessene Wert zugleich die Stelle.

Ein Beispielbrief, daneben ein Textfeld. Eine grüne waagerechte Linie wandert von oben nach unten über das Blatt und hält nacheinander an acht Stellen: Rücksendeangabe bei 46,26 Millimetern, Infoblock bei 50,34, Anschrift erste Zeile bei 62,69 und letzte Zeile bei 77,86, Betreff bei 98,45, Falzmarke 1 bei 105,00, Lochmarke bei 148,50 und Falzmarke 2 bei 210,00. Bei jedem Halt stehen daneben der Name der Prüfung, Sollwert, gemessener Wert, Toleranz und das Wort eingehalten. Am Ende liegen alle acht Linien gleichzeitig auf dem Blatt und daneben steht: 33 von 33 Prüfungen eingehalten.

Acht der 33 Geometrieprüfungen tragen eine Höhe auf dem Blatt; die übrigen messen Breiten, Abstände und Eigenschaften ohne Ort auf der Seite. Die Zahl 34 weiter oben zählt eine mehr: Nach einem render sieht die CLI zusätzlich die PDF/A-Konformität nach, und die liegt auf keinem Millimeter. Beide Zahlen stimmen, sie zählen Verschiedenes.

Keine Zahl im Film ist abgetippt — sie kommen alle aus verify --json, und tests/test_messfilm.py hält den Film gegen einen frischen Messlauf. Verschiebt jemand die Falzmarke um 2 mm, muss der betroffene Halt rot werden; tut er es nicht, schlägt der Test fehl.

Die erste Zeile des Berichts oben spricht von einem Strich, den man auf einem Vorschaubild kaum sieht — er ist 0,25 pt stark. Vergrößert sieht die Stelle so aus:

Ausschnitt vom linken Rand eines Briefes, sechs mal vier Millimeter groß: Eine gestrichelte grüne Hilfslinie markiert die Sollposition bei 105,00 Millimetern und geht auf gleicher Höhe in die kurze schwarze Falzmarke über, die knapp die halbe Bildbreite einnimmt. Daneben das ganze Blatt verkleinert, mit einem Rahmen um die vergrößerte Stelle. Darunter steht die gemessene Position 105,00 Millimeter.

Dort wird der Bogen gefaltet, damit die Anschrift im Fensterumschlag steht. Sitzt die Marke falsch, faltet der Stapel falsch — und das fällt erst nach dem Druck auf.

Das Problem

Eine Briefvorlage kann nicht prüfen, ob das Ergebnis stimmt. Sie wird kopiert, jemand verschiebt eine Zeile, und der Fehler fällt erst am fertigen Stapel auf: Die Anschrift steht nicht mehr im Fensterausschnitt, alles muss neu gedruckt und kuvertiert werden — und wer mit Automationsrabatt einliefert, verliert ihn für diese Sendung.

Sprachmodelle verschärfen das. Sie formulieren gut, aber sie können keinen Text auf 45,0 mm setzen. Wer einen Brief von einer KI schreiben lässt, bekommt zuverlässig guten Inhalt in unzuverlässigem Layout.

Und ein Renderer kann ebenfalls Fehler haben — auch dieser hier.

Deshalb trennt falzmarke drei Dinge: Inhalt kommt als Markdown, lesbar und versionierbar. Das Layout setzt ein Renderer, der es immer gleich macht. Und die Prüfung misst das fertige PDF, statt dem Renderer zu glauben.

Warum nicht einfach Word oder ein Prompt?

Verglichen wird der typische Arbeitsablauf, nicht das Werkzeug an sich — mit einer sorgfältig gepflegten Vorlage lässt sich vieles davon erreichen.

Vorlage in Word / LibreOffice Brief direkt von einer KI falzmarke
Quelle diffbar und versionierbar teilweise selten ja — Markdown und YAML
Layout reproduzierbar hängt an Vorlage und Umgebung nicht zugesichert ja — derselbe Renderer, dieselbe Ausgabe
Fertiges PDF wird nachgemessen nein nein ja — 34 Maße, jede Seite, Abweichung ist ein Fehler
Absenderprofile von Hand gepflegt uneinheitlich ja — einmal anlegen, überall nutzen
Prüfbericht maschinenlesbar nein nein ja — --json und Exit-Codes
PDF/A als Voreinstellung nicht automatisch nicht zugesichert ja — ohne zusätzliches Flag

Was du davon hast

  • Der Brief sitzt im Fensterumschlag — Anschriftfeld, Falz- und Lochmarken werden am fertigen PDF vermessen, nicht beim Setzen angenommen.
  • Änderungen bleiben nachvollziehbar — Markdown und YAML sind Textdateien. Ein Diff zeigt, was sich geändert hat; das PDF ist Ergebnis, nicht Quelle.
  • Ein Auftritt, viele Briefe — Profile bündeln Briefkopf, Fußzeile, Logo, Farben und Voreinstellungen. Auch die Unterschrift, je Brief überschreibbar.
  • Fehler sind maschinenlesbar — eigene Exit-Codes für Eingabe-, Geometrie- und Umgebungsfehler, dazu --json. Damit läuft es in CI und in Automatisierungen.
  • Für Langzeitarchivierung ausgelegt — PDF/A-2b ohne zusätzliches Flag. Dass die Datei die Konformität wirklich einhält, sagt nicht dieses Werkzeug, sondern veraPDF — die Referenzimplementierung der PDF Association, in CI bei jedem Push. Optional PDF/UA-1 mit --pdfua, ebenfalls dort geprüft.
  • Im Gespräch oder im Terminal — als Claude-Skill oder als CLI, ohne Systeminstallation.

Woran man sieht, dass es stimmt

Das ist der Teil, an dem sich das Versprechen entscheidet — deshalb steht er vor der Installation.

  • Gemessen wird das fertige PDF, nicht die Eingabe. verify liest das erzeugte Dokument mit pdfplumber und vergleicht Zonen, Marken und Abstände gegen die Sollwerte.

  • Jede tragende Prüfung hat eine Gegenprobe. Sie läuft gegen ein absichtlich verschobenes Layout und muss dort anschlagen — ein Prüfmittel, das nie rot werden kann, wäre kein Nachweis. Das gilt auch für das Bild oben: Es entsteht zweimal, einmal aus dem ausgelieferten Layout und einmal aus einem, in dem die Marke 2 mm zu tief sitzt.

    Ein wechselndes Bild desselben Ausschnitts. Im ersten Zustand liegt die Falzmarke auf der gestrichelten Sollinie bei 105,00 Millimetern, darunter steht 105,00 Millimeter und der Hinweis, dass so ausgeliefert wird. Im zweiten springt die Marke deutlich nach unten, die Sollinie bleibt wo sie war, darunter steht 107,00 Millimeter und der Hinweis, dass verify hier anschlägt.

    Unterscheiden sich die beiden Ausschnitte nicht, zeigt der Ausschnitt die Marke gar nicht — dann ist das Bild oben wertlos, und tests/test_detailbild.py schlägt fehl.

  • CI auf Linux, macOS und Windows, bei jedem Push.

  • Ein Frischinstallations-Test führt die Befehle aus dieser README wirklich aus. Hier steht kein Befehl, den niemand ausprobiert hat.

  • Alle Beispielbriefe werden in CI gerendert und vermessen.

  • Die PDF-Konformität bestätigt ein fremdes Werkzeug. Alles andere auf dieser Liste misst mit demselben Code, der das PDF erzeugt hat — das belegt Selbsttreue, nicht Konformität. veraPDF hat den Brief nicht geschrieben und teilt keine Zeile mit dem Renderer. Geprüft wird, was die Datei selbst deklariert, auf der ausgelieferten Datei, mit Prüfsummen-Abgleich — und mit einer Gegenprobe, die ein absichtlich nicht-konformes PDF durchfallen lässt (scripts/pdf_konformitaet.py).

  • Die Layoutbasis ist vendort und prüfsummengesichertvendor/README.md.

Zwei Aussagen, die gern verwechselt werden, hält das Projekt auseinander:

Der Sollwert ist fachlich belegt und der Verifier erkennt eine Abweichung davon sind verschiedene Dinge. Das Zweite ist bewiesen. Das Erste hat Grenzen.

Woher die Sollwerte stammen: Maße und Schreibregeln folgen öffentlich dokumentierten Quellen (Liste in skill/references/din5008.md); der Abgleich mit dem Originaltext der DIN 5008:2020-03 einschließlich Berichtigung 1:2020-07 steht aus. Regeln aus einzelnen Quellen wirken nur als Warnung. Welche Regel worauf beruht, steht in der Quellenlage je Regel; was daraus rechtlich folgt, in docs/recht.md.

python3 -m pytest -q

Sicherheit

Genannt wird nur, was im Code steht und geprüft ist. falzmarke ist nicht unabhängig auditiert — Sicherheitsrelevantes bitte nach SECURITY.md, nicht als Issue.

  • Verarbeitung bleibt lokal. Der Renderpfad importiert keine Netzwerkbibliothek.
  • YAML wird ausschließlich mit safe_load gelesen — an jeder Stelle, auch beim eingebetteten Profil.
  • Markdown läuft gegen eine Positivliste von Knotentypen. Was nicht daraufsteht, ist ein Fehler mit Zeilenangabe — nie ein stilles Durchreichen.
  • Brieftext wird nie zu Typst-Code. Der Emitter übergibt ihn als maskierte Zeichenkette; Sonderzeichen können die Struktur nicht verlassen.
  • Profil- und Briefdateien bleiben in ihrem Ordner. Logo, Unterschrift und eigener Briefkopf dürfen nicht darüber hinauszeigen, Symlinks werden aufgelöst (Gegenproben).
  • Typst läuft auf ein eigenes Wurzelverzeichnis begrenzt, Systemschriften sind abgeschaltet.
  • Alle Abhängigkeiten des Programms sind permissiv lizenziertTHIRD_PARTY_LICENSES.md.
  • Die CI-Aktionen hängen an vollständigen Commit-SHAs, nicht an verschiebbaren Tags.

Das Release-Asset lässt sich auf seine Herkunft prüfen:

gh attestation verify falzmarke.skill --repo blitzsicht/falzmarke

Das belegt, aus welchem Lauf und welchem Commit die Datei stammt — nicht, dass sie fehlerfrei ist. Die SHA-256-Summe steht in der Release-Notiz und als falzmarke.skill.sha256 daneben.

In 60 Sekunden

Vier Wege, und sie können nicht dasselbe:

Weg rendert ohne Netz Größe wofür
falzmarke.skill hochladen nein, der erste Lauf lädt nach ~0,8 MB claude.ai — der Upload-Dialog nimmt höchstens 30 MB
falzmarke-offline.skill ja — der Typst-Compiler reist mit ~34 MB Sandboxen ohne PyPI-Zugriff; zu groß für den Upload-Dialog
pipx / uvx nein, der erste Lauf lädt nach ~1 MB Terminal
Repository klonen nein, der erste Lauf lädt nach ~1 MB Mitarbeit am Werkzeug

Die beiden Skill-Pakete unterscheiden sich in genau einer Datei: Das Offline-Paket trägt das typst-Wheel in vendor/, das schlanke nicht. Warum es zwei sind und nicht eines, steht in skill/vendor/README.md.

Mit Claude

  1. falzmarke.skill herunterladen
  2. In Claude unter Einstellungen › Capabilities hochladen (Tarif mit Code-Ausführung nötig). Für Claude Code genügt ein Symlink:
    ln -s "$PWD/skill" ~/.claude/skills/falzmarke
    
  3. „Schreib einen Brief an die Muster GmbH, Angebot über …"

Im Terminal

uvx falzmarke init brief.md --profil example --betreff "Angebot Nr. 2026-0815"

oder dauerhaft installiert, danach genügt falzmarke render brief.md --png:

pipx install falzmarke

Das Paket liegt auf PyPI. Wer den unveröffentlichten Stand von main will, nimmt weiterhin die Adresse:

pipx install git+https://github.com/blitzsicht/falzmarke

Der Typst-Compiler kommt als Python-Wheel mit: keine Systeminstallation, kein LaTeX, kein wkhtmltopdf, keine Schriftinstallation.

In einem Repository voller Briefe

Wer seine Briefe versioniert, lässt sie bei jedem Push setzen und nachmessen:

- uses: blitzsicht/falzmarke@main
  with:
    briefe: "briefe/*.md"
    profile: "profile"

Die PDFs hängen danach als Artefakt am Lauf. Hält ein Brief die Maße nicht ein, wird der Lauf rot und nennt Datei und Maß — ein Serienbrief-Archiv merkt einen verrutschten Betreff damit beim Push und nicht beim Empfänger. Die Eingaben stehen in action.yml; die Aktion installiert falzmarke von PyPI und baut keine zweite Installationsstrecke auf. Wer den Lauf nachfahrbar halten will, nennt eine feste Fassung: paket: "falzmarke==0.7.3".

In einem anderen KI-Client

falzmarke spricht MCP — damit setzen auch Clients Briefe, die keinen Claude-Skill kennen.

pip install 'mcp>=2,<3'          # das SDK ist nicht in der Grundausstattung
falzmarke mcp                    # Server über stdio

Drei Werkzeuge: brief_rendern, brief_pruefen, profile_auflisten. Der Messbericht kommt bei jedem Rendern mit — ein Dienst, der ein PDF zurückgibt und offenlässt, ob die Maße stimmen, wäre ein PDF-Generator wie jeder andere.

Das Absenderprofil darf als Objekt im Aufruf stehen. Ein Client ohne Zugriff auf das Dateisystem des Servers kann so seinen eigenen Absender mitgeben, statt mit den Profilen zu leben, die dort zufällig liegen.

Was der Dienst nicht tut: versenden, ablegen, zustellen. Er setzt und prüft (ADR 0029).

Aus einem Clone, ohne Installation
git clone https://github.com/blitzsicht/falzmarke.git
cd falzmarke
python3 skill/scripts/bootstrap.py
python3 skill/scripts/falzmarke.py render examples/brief-form-b.md --png

Einen Brief schreiben

---
profil: example
empfaenger:
  - Muster GmbH
  - Frau Erika Muster
  - Musterstraße 1
  - 12345 Musterstadt
datum: 2026-08-25
betreff: Angebot Nr. 2026-0815 über die Neugestaltung Ihrer Website
anrede: Sehr geehrte Frau Muster,
anlagen:
  - Angebot 2026-0815
---
vielen Dank für Ihre Anfrage vom 20. August 2026. Anbei erhalten Sie unser Angebot.

Die Umsetzung dauert ab Ihrer Freigabe **sieben Werktage**.
python3 skill/scripts/falzmarke.py render brief.md --png

Alle Felder stehen im Datenvertrag. Ein Feld, das dort nicht steht, bricht mit Zeilennummer und Vorschlag ab — es wird nie stillschweigend verworfen.

Was im Brieftext erlaubt ist

Der Text unter dem Frontmatter ist falzmarke-Markdown, eine dokumentierte Teilmenge von CommonMark:

Das geht Das erledigt falzmarke selbst
Absätze, **fett**, *kursiv* z. B., 10 %, § 5 bekommen geschützte Leerzeichen
Aufzählungen und nummerierte Listen -- wird zum Halbgeviertstrich – so
Harter Umbruch mit \ am Zeilenende "Wort" wird zu „Wort“
Pipe-Tabellen mit Ausrichtung Tag und Monat bleiben zusammen: 25. August

Links, Bilder und HTML sind Fehler — mit Zeile, Grund und Korrektur, nie stillschweigend. Auf Papier gibt es keinen Link, und ein Bild im Fließtext verschöbe die Geometrie, die danach gemessen wird.

Zwischenüberschriften (# bis ####), tiefere Aufzählungen, Blockzitate und wortgetreue Auszüge gibt es für lange Schreiben: dialekt: "1.1" im Frontmatter schaltet sie frei. Ein Auszug bleibt Zeichen für Zeichen stehen — keine typografischen Ersetzungen, kein Umbruch, keine Einfärbung, und nichts darin wird ausgeführt. Ohne das Feld gilt Fassung 1.0, und ein bestehender Brief rendert unverändert.

Die vollständige Liste: falzmarke-Markdown.

Dieselbe Datei als E-Mail

Ein Schreiben mit typ: email im Frontmatter wird keine PDF-Seite, sondern eine .eml — dieselbe Quelle, dasselbe Profil, dieselbe Signatur.

falzmarke email nachricht.md --html
OK  geschrieben: nachricht.eml
OK  geschrieben: nachricht.html
OK  verify: 22/22 Prüfungen bestanden

Die .eml öffnet das Mailprogramm, die .html der Browser. Mit --oeffnen übergibt falzmarke die fertige Nachricht gleich dem Programm, das im System für .eml eingetragen ist — erst nach bestandener Prüfung, und ohne selbst ein Programm auszusuchen. Sie erscheint dort als Lesefenster, nicht als Entwurf; das ist eine Eigenschaft des Formats und in drei Programmen nachgemessen. Geprüft wird die fertige Datei: MIME-Aufbau, format=flowed, Space-Stuffing, die Signaturtrennzeile, und ob im HTML nichts steht, was dort nicht hingehört — kein Skript, kein externes Stylesheet, kein Zählpixel, keine Tabelle als Layout. falzmarke verify --email misst auch Dateien, die von woanders kommen.

falzmarke versendet nichts. Es gibt keinen Versandbefehl und keine Option, die sendet: Wer eine Datei erzeugt, haftet für ihren Inhalt; wer sie befördert, für Zustellung und Nachweis. Das sind zwei Versprechen, und falzmarke gibt nur das erste (ADR 0034). Öffnen ist davon nicht berührt und geht auch keinen Schritt weiter: eine Datei ans Betriebssystem übergeben — kein Entwurf, keine Steuerung des Mailprogramms (ADR 0038).

Wie die Datei aufgebaut ist, was bewusst fehlt und wo die Grenzen liegen: Die E-Mail-Fassung. Vier Beispiele liegen unter examples/email/.

Beispiele

Standardbrief Einschreiben Mehrseitig
Form B Vermerkzone Folgeseiten
Form B mit Informationsblock Zusatz- und Vermerkzone Kopfzeile und Seitenzählung

Dazu Form A, Auslandsanschrift, Tabelle, ein Brief mit langem Informationsblock und einer mit englischer Beschriftung (sprache: en — deutsche Maße, englische Wörter) — alle Beispiele und ihre vollständigen Renderings.

Grenzen

  • falzmarke-Markdown (CommonMark-Teilmenge): Absätze, fett, kursiv, Aufzählungen, nummerierte Listen, harter Umbruch, Pipe-Tabellen. Alles andere bricht mit Zeilenangabe ab, statt still etwas anderes zu setzen.
  • Zonengrößen der Norm: Anschrift höchstens 6 Zeilen, Vermerke höchstens 3, Werte im Informationsblock höchstens 21 Zeichen.
  • Keine Bilder im Fließtext — ein Logo gehört ins Profil.
  • Nur DIN 5008. Schweiz (SN 010130) und Österreich (ÖNORM A 1080) sind vorgemerkt (#10); das Frontmatter-Feld norm: ist dafür reserviert.
  • Keine Signatur. Das Unterschriftsbild ist Erscheinungsbild, kein Nachweis. Eine kryptografische Signatur ist Gegenstand von #14.

Weiterlesen

Befehle alle Unterbefehle, Exit-Codes, was geprüft wird
Absenderprofile Profil anlegen, Suchreihenfolge, eigener Briefkopf
Die E-Mail-Fassung Aufbau der .eml, ihre Teile und Grenzen
Datenvertrag jedes Frontmatter-Feld mit Beispiel
falzmarke-Markdown was im Brieftext möglich ist
Normmaße und Quellenlage Sollwerte und ihre Herkunft
Was falzmarke behauptet — und was nicht Grenzen der Normaussage
Aufbau des Repositorys Schichten, Vendoring, warum das Paket unter skill/ liegt
Roadmap in welcher Reihenfolge gearbeitet wird, und was noch offen ist
Changelog · Releases was sich geändert hat

Mitmachen

Fehlerberichte und Vorschläge sind willkommen — siehe CONTRIBUTING.md. Bei einem Geometriefehler bitte die Ausgabe von verify mitschicken; ohne sie lässt sich nicht unterscheiden, ob das Layout oder die Messung danebenliegt.

Sicherheitsrelevantes bitte nicht als Issue, sondern nach SECURITY.md.

Herkunft und Dank

Markdown wurde 2004 von John Gruber gemeinsam mit Aaron Swartz entworfen. Die Spezifikation dazu ist CommonMark (John MacFarlane und Mitwirkende). falzmarke setzt eine dokumentierte Teilmenge davon um — falzmarke-Markdown — und weicht an drei Stellen bewusst ab: HTML wird nie durchgereicht, Links werden nie gesetzt, und eine einzelne 2. Text-Zeile ohne weitere Listenpunkte wird gemeldet — gesetzt mit erhaltenem Startwert, damit nichts still umnummeriert wird.

Das Seitenlayout stammt von typst-letter-pro (MIT) von Sematre und ist unverändert vendort — Prüfsumme in vendor/README.md. falzmarke ergänzt die Schicht darüber: Datenvertrag, Profile, Markdown-Eingabe, Messung und den Skill.

Gesetzt wird mit Typst (Apache-2.0), geparst mit markdown-it-py (MIT), gemessen mit pdfplumber (MIT) und pypdf (BSD-3). Schriften: Libertinus und Source Sans 3 (beide OFL 1.1). Die vollständige Aufstellung samt der Begründung, warum PyMuPDF (AGPL-3.0) ersetzt wurde, steht in THIRD_PARTY_LICENSES.md.

Alle Abhängigkeiten des Programms sind permissiv lizenziert — falzmarke lässt sich damit auch in geschlossene Systeme einbauen. Nicht permissiv ist allein Remotion, womit der Erklärfilm gerendert wird: am Programm ist es nicht beteiligt und wird nicht mitgeliefert.

DIN 5008 ist eine Norm des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. falzmarke ist kein Produkt des DIN, steht in keiner Verbindung zum DIN und behauptet keine Zertifizierung. Wie die Maße gemessen wurden, steht in docs/normmasse.md.

Was sich zuletzt getan hat

Die letzten zwei Versionen im Wortlaut. Erzeugt aus CHANGELOG.md — dort ändern, dann python3 scripts/changelog.py.

v0.9.4 — 07.09.2026

Behoben

  • Fünf Stellen, an denen v0.9.3 die eigenen Regeln verletzte. Ein Mehr-Augen-Review der Runde förderte sie zutage; jede ist am Code nachgemessen.

    Der Regelkatalog regeln/email.yaml behauptete weiter, den Zeitpunkt setze der Mailclient — dieselbe Aussage, die kurz zuvor an fünf anderen Stellen korrigiert worden war. Von dort wanderte sie über den Generator in die Referenz. references/frontmatter.md und README.md nannten „höchstens 32 Zeichen" für Werte im Informationsblock, während die Grenze auf 21 steht: Wer sich danach richtete, lief in einen harten Abbruch. Und der Docstring von eml.baue() sagte „ohne Date", zwanzig Zeilen unter dem Modulkopf, der das Gegenteil erklärt.

    Zwei funktionale Befunde dazu. Der Hinweis auf eine gesetzte Blindkopie erreichte nur die Kommandozeile — der MCP-Dienst ruft setze_email direkt auf und gab nur „bestanden: true" zurück, also genau die Lage, die der Hinweis verhindern sollte, auf dem Hauptweg des Pakets. Er steht jetzt an einer einzigen Stelle (eml.blindkopie_hinweis) und wird von beiden Wegen benutzt. Außerdem meldete verify --email bei einem unlesbaren Bcc „steht nicht im sichtbaren Teil" — geprüft wurde dabei eine leere Adressmenge gegen den Text, also nichts.

    Damit die beiden Textbefunde nicht wiederkehren, hält tests/test_textkanon.py sie jetzt fest: eine Prüfung gegen die zurückgenommene Date-Behauptung über alle Textquellen einschließlich YAML — die Lücke, durch die der Regelkatalog gefallen war —, und eine, die die Zahl in der Doku gegen INFOBLOCK_WERT_MAX hält. Der Changelog-Verlauf bleibt ausgenommen: Dort steht die alte Aussage zu Recht, als Zitat dessen, was korrigiert wurde. (#253)

v0.9.3 — 04.09.2026

Neu

  • falzmarke email --oeffnen übergibt die fertige Nachricht dem Standardprogramm. Bisher endete der Befehl damit, dass ein Pfad im Terminal stand; wer die .eml ansehen oder weiterleiten wollte, suchte sie im Dateimanager. Das Flag erspart diesen Weg — und sonst nichts: Es übergibt eine Datei an das Betriebssystem, sucht keine Anwendung aus und steuert kein Mailprogramm. Übergeben wird erst nach bestandener Prüfung, ohne Flag öffnet nichts, und ein Fehlschlag beim Öffnen lässt den Exit-Code bei 0 — die Nachricht ist ja geschrieben und gemessen. Dass sie im Mailprogramm als Lesefenster erscheint und nicht als Entwurf, bleibt wahr und steht in der Doku; der nächste Handgriff heißt weiterhin „Weiterleiten" (ADR 0038). (#239)

  • bcc: im Frontmatter einer E-Mail. Ein verbreitetes Muster in der Geschäftskorrespondenz ist eine Archivadresse im Blindverteiler, über die jede ausgehende Mail im Dokumentenmanagement landet. Bisher kannte der Datenvertrag nur an: und cc:, und die Adresse musste im Mailprogramm bei jeder einzelnen Nachricht von Hand nachgetragen werden — wird sie einmal vergessen, ist die Mail trotzdem raus und sieht in jeder Hinsicht erledigt aus, nur existiert kein Beleg.

    Die Adresse steht jetzt als Bcc: in der .eml und wird wie an: und cc: auf ihre Form geprüft. In der .html-Vorschau erscheint sie nicht: Die ist zum Ansehen und Herauskopieren da, und eine sichtbare Zeile „Blindkopie" ginge beim Kopieren mit — das Feld täte dann das Gegenteil dessen, wofür es da ist. verify --email misst eigens, dass keine ihrer Adressen im Text- oder HTML-Teil vorkommt.

    Ob ein Mailprogramm die Kopfzeile beim Weiterleiten übernimmt, entscheidet das Programm; falzmarke versendet nicht (ADR 0034) und kann es deshalb nicht zusagen. Der Befehl nennt die Adresse beim Erzeugen darum eigens — wer die Zeile liest, sieht im Programm nach, statt den Blindverteiler für erledigt zu halten.

    In einem Brief gibt es bcc: nicht. Anders als cc:, das dort verteiler: heißt, bekommt es keinen Ersatzvorschlag: Wer eine Kopie erhält, ohne im Verteiler zu stehen, ist auf Papier nicht vorgesehen. (#242)

Geändert

  • Der Skill löst jetzt auch bei E-Mails aus. Seine Beschreibung nannte ausschließlich Papier — Brief, Kündigung, Mahnung, „etwas zum Ausdrucken oder Verschicken" — und kein einziges E-Mail-Wort. Da ein Assistent den Skill allein über Name und Beschreibung vorauswählt, war die seit v0.8.0 fertige E-Mail-Fassung im Auslösepfad unsichtbar: Wer „schreib eine E-Mail an …" sagte, bekam eine frei getippte Nachricht statt einer geprüften .eml. Die Beschreibung nennt jetzt beide Ausgaben, führt die Auslöser für Mails mit und verbietet die selbstgebaute Nachricht so ausdrücklich, wie sie den frei gesetzten Brief schon verbot. (#238)

  • Der Name in der Signatur trägt jetzt Gewicht. Er stand in derselben Größe da wie die Umsatzsteuer-Nummer drei Zeilen tiefer, und das Auge fand keinen Anker — beim Vergleich mit einem fremden Signaturgenerator fiel das als Erstes auf. Die erste Zeile des ersten Blocks ist jetzt 18px und halbfett. Bewusst ohne Akzentfarbe: Die Signatur gehört dem Absender, nicht dem Werkzeug, und eine profilabhängige Farbe kann nicht in den Dunkelregeln stehen — der Block ist eine Konstante, die zeichenweise verglichen wird. Größe und Gewicht tragen auf hellem wie auf dunklem Grund, ohne eine einzige Farbe zu setzen. (#243)

Behoben

  • Jede Nachricht trägt jetzt ein Date. Bisher fehlte die Kopfzeile — außer bei gesetztem SOURCE_DATE_EPOCH —, weil das Datum beim Versand entstehen sollte. Diese Begründung setzte voraus, dass das Mailprogramm die .eml als Entwurf übernimmt und den Zeitpunkt selbst einsetzt; nach der eigenen Messung in docs/mailprogramme-2026-08-27.md tut das keines der drei geprüften Programme. Der gangbare Weg ist „Weiterleiten", und dabei baut das Programm den zitierten Kopf aus den Feldern der Quelle: Das fehlende Feld erschien dort als Datum: (null), (null) und ging mit raus. RFC 5322, Abschnitt 3.6, führt orig-date ohnehin als Pflichtfeld. SOURCE_DATE_EPOCH behält den Vorrang und bleibt der Weg zum Golden-Vergleich; ohne die Variable steht der Zeitpunkt der Erzeugung in der Datei. Der eigentliche Befund war dabei der zweite: verify --email meldete solche Dateien grün. Die Prüfung misst jetzt beides — dass Date vorhanden und dass es nach RFC 5322 lesbar ist. (#236)

  • Profilangaben wirken nicht mehr still falsch. Zwei Fälle aus einem echten Briefbau, beide daran erkennbar, dass das Werkzeug grün meldete und trotzdem etwas anderes tat als gemeint.

    briefkopf.logo_hoehe_mm ohne briefkopf.logo wirkt nie — die Höhe gehört zu einem Logo, das es nicht gibt. lint sagt das jetzt als Warnung; ein Fehler wäre es nicht, denn die Höhe kann für ein später ergänztes Logo schon dastehen. Der erste Treffer war das mitgelieferte example.yaml selbst, wo die Höhe aktiv neben einem auskommentierten logo: stand; beide sind jetzt auskommentiert.

    Der zweite Fall betrifft die Wertespalte des Informationsblocks. Ein zu langer Wert brach den Lauf mit einer Meldung ab, die nur das letzte Wort des überstehenden Textes nannte — nicht das Feld, aus dem es stammt. Kommt der Wert aus infoblock_defaults: des Profils, steht er nicht einmal in der Briefdatei, in der man ihn dann sucht. Die Meldung nennt jetzt Feld und Herkunft (infoblock_defaults.ansprechpartner im Profil), und rutscht ein Wert doch bis zum Prüfer am fertigen PDF durch, ordnet der den Überlauf der Wertespalte zu.

    Beim Nachmessen stellte sich heraus, dass die Grenze selbst zu hoch war: 21 Zeichen statt 32. Die alte Zahl kam aus „43 mm Spaltenbreite, 1,24 mm je Zeichen", und beides war zu groß — die Spalte beginnt bei 157 mm und der Satzspiegel endet bei 190, nutzbar sind also 33 mm, und ein Name braucht rund 1,55 mm je Zeichen statt 1,24. Schon „Dr. Anna Meyer-Schmidt" (22 Zeichen) riss den Rand, ohne beanstandet zu werden. Beide Kopien der Konstanten sind dabei zu einer zusammengeführt; sie standen unabhängig in cli.py und lint.py, ohne dass ein Test sie zusammenhielt. (#244)

  • Die Warnung zu datum: in einer E-Mail erklärte das Gegenteil dessen, was geschieht. Sie sagte „der Mailclient setzt es beim Versand" — seit der Date-Kopfzeile (#236) setzt falzmarke den Zeitpunkt selbst. Der Hinweis, dass das Feld in einer Mail nichts bewirkt, bleibt richtig; nur seine Begründung stimmte nicht mehr. Betroffen waren neben dem Nutzertext vier weitere Stellen mit derselben Aussage, darunter references/frontmatter.md, aus dem auch das Sprachmodell liest.

    Dabei kam ein Test heraus, der nie rot werden konnte: Er verglich die Kopfzeile mit der Zeichenkette 2026-08-29, die ein RFC-5322-Datum (Sat, 29 Aug 2026 …) gar nicht enthalten kann. Er liest das Datum jetzt und hält es gegen den Tag des Briefes. (#249)

Davor liegen 22 weitere Versionen — der vollständige Verlauf steht in CHANGELOG.md.

Lizenz

MIT

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Source Distribution

falzmarke-0.9.4.tar.gz (1.1 MB view details)

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falzmarke-0.9.4-py3-none-any.whl (897.2 kB view details)

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MD5 5cade5ab2845fdc75c64fb882c13d329
BLAKE2b-256 e95d6f99223b919ddd694d311f8bd58c605bd77772f08f76f04edfaa779feac0

See more details on using hashes here.

Provenance

The following attestation bundles were made for falzmarke-0.9.4.tar.gz:

Publisher: release.yml on blitzsicht/falzmarke

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