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falzmarke — Briefe schreiben mit KI, nach Norm, nicht nach Gefühl. DIN-5008-Briefe aus Markdown, als PDF/A gesetzt und auf den Millimeter geprüft.

CI Release License: MIT Python 3.11+ DIN 5008


Andere Werkzeuge erzeugen ein PDF. falzmarke prüft das Ergebnis.

Du schreibst den Inhalt als Markdown. falzmarke setzt daraus einen Geschäftsbrief nach DIN 5008:2020 als PDF/A — und misst anschließend das fertige PDF nach. Sitzt die Falzmarke nicht auf 105,0 mm, endet der Lauf mit einem Fehler statt mit einem Brief, der nur ungefähr stimmt.


In English

DIN 5008 business letters from Markdown, PDF/A, MCP + CLI. falzmarke typesets German business letters as PDF/A and then measures the finished PDF; a folding mark out of place ends the run with an error. It runs as a Claude skill, as a command-line tool (pipx install falzmarke) and as an MCP server (pip install 'falzmarke[mcp]', then falzmarke mcp). The target values come from secondary sources: the comparison against the original text of DIN 5008:2020-03 including Corrigendum 1:2020-07 is still outstanding, and rules backed by a single source act as warnings only. English overview · Website, German

In Bewegung

Ein Terminal zeigt den Musterbrief als Markdown, danach den Lauf von falzmarke render: PDF und Vorschau werden geschrieben, anschließend läuft der Messbericht durch und endet mit der Zeile, die die eingehaltenen Maße zählt.

Aufgezeichnet aus der echten CLI mit vhs; das Drehbuch steht in docs/marke/video/readme.tape. Ein Test hält den Mitschnitt gegen einen frischen Lauf, damit hier kein Terminal steht, das es so nie gab (tests/test_tape.py).


Was dabei herauskommt

Briefkopf, Anschriftfeld, Informationsblock und Betreff

Und was danach geprüft wird — Auszug aus dem Bericht, den jeder Lauf ausgibt:

OK    Falzmarke 1, y: soll 105.00 ist 105.00 (tol ±0.3)
OK    Infoblock, x-links: soll 125.00 ist 125.00 (tol ±0.5)
OK    Betreff, y-Oberkante: soll 98.47 ist 97.91 (tol -1.75/+0.6)
OK    Abstand Betreff → Anrede (2 Leerzeilen): soll 12.70 ist 12.70 (tol ±0.2)

Das sind vier von 34 Zeilen des Geometrieberichts. Der Film zeigt, wie die übrigen entstehen: Eine Linie fährt das Blatt ab und hält an jedem gemessenen Höhenmaß. Sie hält dort, wo die Messung es sagt — bei diesen Prüfungen ist der gemessene Wert zugleich die Stelle.

Ein Beispielbrief, daneben ein Textfeld. Eine grüne waagerechte Linie wandert von oben nach unten über das Blatt und hält nacheinander an acht Stellen: Rücksendeangabe bei 46,26 Millimetern, Infoblock bei 50,34, Anschrift erste Zeile bei 62,69 und letzte Zeile bei 77,86, Betreff bei 98,45, Falzmarke 1 bei 105,00, Lochmarke bei 148,50 und Falzmarke 2 bei 210,00. Bei jedem Halt stehen daneben der Name der Prüfung, Sollwert, gemessener Wert, Toleranz und das Wort eingehalten. Am Ende liegen alle acht Linien gleichzeitig auf dem Blatt und daneben steht: 34 von 34 Prüfungen eingehalten.

Acht der 34 Geometrieprüfungen tragen eine Höhe auf dem Blatt; die übrigen messen Breiten, Abstände und Eigenschaften ohne Ort auf der Seite. Die Zahl 35 weiter oben zählt eine mehr: Nach einem render sieht die CLI zusätzlich die PDF/A-Konformität nach, und die liegt auf keinem Millimeter. Beide Zahlen stimmen, sie zählen Verschiedenes.

Keine Zahl im Film ist abgetippt — sie kommen alle aus verify --json, und tests/test_messfilm.py hält den Film gegen einen frischen Messlauf. Verschiebt jemand die Falzmarke um 2 mm, muss der betroffene Halt rot werden; tut er es nicht, schlägt der Test fehl.

Die erste Zeile des Berichts oben spricht von einem Strich, den man auf einem Vorschaubild kaum sieht — er ist 0,25 pt stark. Vergrößert sieht die Stelle so aus:

Ausschnitt vom linken Rand eines Briefes, sechs mal vier Millimeter groß: Eine gestrichelte grüne Hilfslinie markiert die Sollposition bei 105,00 Millimetern und geht auf gleicher Höhe in die kurze schwarze Falzmarke über, die knapp die halbe Bildbreite einnimmt. Daneben das ganze Blatt verkleinert, mit einem Rahmen um die vergrößerte Stelle. Darunter steht die gemessene Position 105,00 Millimeter.

Dort wird der Bogen gefaltet, damit die Anschrift im Fensterumschlag steht. Sitzt die Marke falsch, faltet der Stapel falsch — und das fällt erst nach dem Druck auf.

Das Problem

Eine Briefvorlage kann nicht prüfen, ob das Ergebnis stimmt. Sie wird kopiert, jemand verschiebt eine Zeile, und der Fehler fällt erst am fertigen Stapel auf: Die Anschrift steht nicht mehr im Fensterausschnitt, alles muss neu gedruckt und kuvertiert werden — und wer mit Automationsrabatt einliefert, verliert ihn für diese Sendung.

Sprachmodelle verschärfen das. Sie formulieren gut, aber sie können keinen Text auf 45,0 mm setzen. Wer einen Brief von einer KI schreiben lässt, bekommt zuverlässig guten Inhalt in unzuverlässigem Layout.

Und ein Renderer kann ebenfalls Fehler haben — auch dieser hier.

Deshalb trennt falzmarke drei Dinge: Inhalt kommt als Markdown, lesbar und versionierbar. Das Layout setzt ein Renderer, der es immer gleich macht. Und die Prüfung misst das fertige PDF, statt dem Renderer zu glauben.

Warum nicht einfach Word oder ein Prompt?

Verglichen wird der typische Arbeitsablauf, nicht das Werkzeug an sich — mit einer sorgfältig gepflegten Vorlage lässt sich vieles davon erreichen.

Vorlage in Word / LibreOffice Brief direkt von einer KI falzmarke
Quelle diffbar und versionierbar teilweise selten ja — Markdown und YAML
Layout reproduzierbar hängt an Vorlage und Umgebung nicht zugesichert ja — derselbe Renderer, dieselbe Ausgabe
Fertiges PDF wird nachgemessen nein nein ja — 35 Maße, jede Seite; belegte Regeln brechen ab, Einzelquellen warnen
Absenderprofile von Hand gepflegt uneinheitlich ja — einmal anlegen, überall nutzen
Prüfbericht maschinenlesbar nein nein ja — --json und Exit-Codes
PDF/A als Voreinstellung nicht automatisch nicht zugesichert ja — ohne zusätzliches Flag

Was du davon hast

  • Der Brief sitzt im Fensterumschlag — Anschriftfeld, Falz- und Lochmarken werden am fertigen PDF vermessen, nicht beim Setzen angenommen.
  • Änderungen bleiben nachvollziehbar — Markdown und YAML sind Textdateien. Ein Diff zeigt, was sich geändert hat; das PDF ist Ergebnis, nicht Quelle.
  • Ein Auftritt, viele Briefe — Profile bündeln Briefkopf, Fußzeile, Logo, Farben und Voreinstellungen. Auch die Unterschrift, je Brief überschreibbar.
  • Fehler sind maschinenlesbar — eigene Exit-Codes für Eingabe-, Geometrie- und Umgebungsfehler, dazu --json. Damit läuft es in CI und in Automatisierungen.
  • Für Langzeitarchivierung ausgelegt — im Normalfall entsteht ein PDF/A-2b ohne zusätzliches Flag, wird eine Datei eingebettet — jede Rechnung tut das —, entsteht stattdessen ein PDF/A-3b (ADR 0033). Dass die Datei die behauptete Stufe wirklich einhält, sagt nicht dieses Werkzeug, sondern veraPDF — die Referenzimplementierung der PDF Association, in CI bei jedem Push. Optional PDF/UA-1 mit --pdfua, ebenfalls dort geprüft.
  • Im Gespräch oder im Terminal — als Claude-Skill oder als CLI, ohne Systeminstallation.

Woran man sieht, dass es stimmt

Das ist der Teil, an dem sich das Versprechen entscheidet — deshalb steht er vor der Installation.

  • Gemessen wird das fertige PDF, nicht die Eingabe. verify liest das erzeugte Dokument mit pdfplumber und vergleicht Zonen, Marken und Abstände gegen die Sollwerte.

  • Jede tragende Prüfung hat eine Gegenprobe. Sie läuft gegen ein absichtlich verschobenes Layout und muss dort anschlagen — ein Prüfmittel, das nie rot werden kann, wäre kein Nachweis. Das gilt auch für das Bild oben: Es entsteht zweimal, einmal aus dem ausgelieferten Layout und einmal aus einem, in dem die Marke 2 mm zu tief sitzt.

    Ein wechselndes Bild desselben Ausschnitts. Im ersten Zustand liegt die Falzmarke auf der gestrichelten Sollinie bei 105,00 Millimetern, darunter steht 105,00 Millimeter und der Hinweis, dass so ausgeliefert wird. Im zweiten springt die Marke deutlich nach unten, die Sollinie bleibt wo sie war, darunter steht 107,00 Millimeter und der Hinweis, dass verify hier anschlägt.

    Unterscheiden sich die beiden Ausschnitte nicht, zeigt der Ausschnitt die Marke gar nicht — dann ist das Bild oben wertlos, und tests/test_detailbild.py schlägt fehl.

  • CI auf Linux, macOS und Windows, bei jedem Push.

  • Ein Frischinstallations-Test führt die Befehle aus dieser README wirklich aus. Hier steht kein Befehl, den niemand ausprobiert hat.

  • Alle Beispielbriefe werden in CI gerendert und vermessen.

  • Die PDF-Konformität bestätigt ein fremdes Werkzeug. Alles andere auf dieser Liste misst mit demselben Code, der das PDF erzeugt hat — das belegt Selbsttreue, nicht Konformität. veraPDF hat den Brief nicht geschrieben und teilt keine Zeile mit dem Renderer. Geprüft wird, was die Datei selbst deklariert, auf der ausgelieferten Datei, mit Prüfsummen-Abgleich — und mit einer Gegenprobe, die ein absichtlich nicht-konformes PDF durchfallen lässt (scripts/pdf_konformitaet.py).

  • Die Layoutbasis ist vendort und prüfsummengesichert — vendor/README.md.

Zwei Aussagen, die gern verwechselt werden, hält das Projekt auseinander:

Der Sollwert ist fachlich belegt und der Verifier erkennt eine Abweichung davon sind verschiedene Dinge. Das Zweite ist bewiesen. Das Erste hat Grenzen.

Woher die Sollwerte stammen: Maße und Schreibregeln folgen öffentlich dokumentierten Quellen (Liste in skill/references/din5008.md); der Abgleich mit dem Originaltext der DIN 5008:2020-03 einschließlich Berichtigung 1:2020-07 steht aus. Regeln aus einzelnen Quellen wirken nur als Warnung. Welche Regel worauf beruht, steht in der Quellenlage je Regel; was daraus rechtlich folgt, in docs/recht.md.

python3 -m pytest -q

Sicherheit

Genannt wird nur, was im Code steht und geprüft ist. falzmarke ist nicht unabhängig auditiert — Sicherheitsrelevantes bitte nach SECURITY.md, nicht als Issue.

  • Verarbeitung bleibt lokal. Der Renderpfad importiert keine Netzwerkbibliothek.
  • YAML wird ausschließlich mit safe_load gelesen — an jeder Stelle, auch beim eingebetteten Profil.
  • Markdown läuft gegen eine Positivliste von Knotentypen. Was nicht daraufsteht, ist ein Fehler mit Zeilenangabe — nie ein stilles Durchreichen.
  • Brieftext wird nie zu Typst-Code. Der Emitter übergibt ihn als maskierte Zeichenkette; Sonderzeichen können die Struktur nicht verlassen.
  • Profil- und Briefdateien bleiben in ihrem Ordner. Logo, Unterschrift und eigener Briefkopf dürfen nicht darüber hinauszeigen, Symlinks werden aufgelöst (Gegenproben).
  • Typst läuft auf ein eigenes Wurzelverzeichnis begrenzt, Systemschriften sind abgeschaltet.
  • Alle Abhängigkeiten des Programms sind permissiv lizenziert — THIRD_PARTY_LICENSES.md.
  • Die CI-Aktionen hängen an vollständigen Commit-SHAs, nicht an verschiebbaren Tags.

Das Release-Asset lässt sich auf seine Herkunft prüfen:

gh attestation verify falzmarke.skill --repo blitzsicht/falzmarke

Das belegt, aus welchem Lauf und welchem Commit die Datei stammt — nicht, dass sie fehlerfrei ist. Die SHA-256-Summe steht in der Release-Notiz und als falzmarke.skill.sha256 daneben.

In 60 Sekunden

Vier Wege, und sie können nicht dasselbe:

Weg rendert ohne Netz Größe wofür
falzmarke.skill hochladen nein, der erste Lauf lädt nach ~0,8 MB claude.ai — der Upload-Dialog nimmt höchstens 30 MB
falzmarke-offline.skill ja — der Typst-Compiler reist mit ~34 MB Sandboxen ohne PyPI-Zugriff; zu groß für den Upload-Dialog
pipx / uvx nein, der erste Lauf lädt nach ~1 MB Terminal
Repository klonen nein, der erste Lauf lädt nach ~1 MB Mitarbeit am Werkzeug

Die beiden Skill-Pakete unterscheiden sich in genau einer Datei: Das Offline-Paket trägt das typst-Wheel in vendor/, das schlanke nicht. Warum es zwei sind und nicht eines, steht in skill/vendor/README.md.

Mit Claude

  1. falzmarke.skill herunterladen
  2. In Claude unter Einstellungen › Capabilities hochladen (Tarif mit Code-Ausführung nötig). Für Claude Code genügt ein Symlink:
    ln -s "$PWD/skill" ~/.claude/skills/falzmarke
    
  3. „Schreib einen Brief an die Muster GmbH, Angebot über …"

Im Terminal

uvx falzmarke init brief.md --profil example --betreff "Angebot Nr. 2026-0815"

oder dauerhaft installiert, danach genügt falzmarke render brief.md --png:

pipx install falzmarke

Das Paket liegt auf PyPI. Wer den unveröffentlichten Stand von main will, nimmt weiterhin die Adresse:

pipx install git+https://github.com/blitzsicht/falzmarke

Der Typst-Compiler kommt als Python-Wheel mit: keine Systeminstallation, kein LaTeX, kein wkhtmltopdf, keine Schriftinstallation.

In einem Repository voller Briefe

Wer seine Briefe versioniert, lässt sie bei jedem Push setzen und nachmessen:

- uses: blitzsicht/falzmarke@main
  with:
    briefe: "briefe/*.md"
    profile: "profile"

Die PDFs hängen danach als Artefakt am Lauf. Hält ein Brief die Maße nicht ein, wird der Lauf rot und nennt Datei und Maß — ein Serienbrief-Archiv merkt einen verrutschten Betreff damit beim Push und nicht beim Empfänger. Die Eingaben stehen in action.yml; die Aktion installiert falzmarke von PyPI und baut keine zweite Installationsstrecke auf. Wer den Lauf nachfahrbar halten will, nennt eine feste Fassung: paket: "falzmarke==0.7.3".

In einem anderen KI-Client

falzmarke spricht MCP — damit setzen auch Clients Briefe, die keinen Claude-Skill kennen.

pip install 'mcp>=2,<3'          # das SDK ist nicht in der Grundausstattung
falzmarke mcp                    # Server über stdio

Der Server steht im offiziellen MCP-Registry unter io.github.blitzsicht/falzmarke. Die Zeile im Kommentar darüber ist kein Schmuck: Das Registry prüft damit, dass dieses PyPI-Paket zu diesem Servernamen gehört — es liest die Projektbeschreibung auf PyPI, und die ist diese Datei.

Vier Werkzeuge: brief_rendern, email_setzen, brief_pruefen, profile_auflisten. Der Messbericht kommt bei jedem Rendern mit — ein Dienst, der ein PDF zurückgibt und offenlässt, ob die Maße stimmen, wäre ein PDF-Generator wie jeder andere.

Im Container — so bauen ihn auch die MCP-Verzeichnisse, das Dockerfile liegt im Wurzelverzeichnis:

git clone https://github.com/blitzsicht/falzmarke.git && cd falzmarke
docker build -t falzmarke-mcp .
docker run --rm -i falzmarke-mcp   # `-i` ist nötig: der Server liest von stdin

Das Absenderprofil darf als Objekt im Aufruf stehen. Ein Client ohne Zugriff auf das Dateisystem des Servers kann so seinen eigenen Absender mitgeben, statt mit den Profilen zu leben, die dort zufällig liegen.

Was der Dienst nicht tut: versenden, ablegen, zustellen. Er setzt und prüft (ADR 0029).

Aus einem Clone, ohne Installation
git clone https://github.com/blitzsicht/falzmarke.git
cd falzmarke
python3 skill/scripts/bootstrap.py
python3 skill/scripts/falzmarke.py render examples/brief-form-b.md --png

Einen Brief schreiben

---
profil: example
empfaenger:
  - Muster GmbH
  - Frau Erika Muster
  - Musterstraße 1
  - 12345 Musterstadt
datum: 2026-08-25
betreff: Angebot Nr. 2026-0815 über die Neugestaltung Ihrer Website
anrede: Sehr geehrte Frau Muster,
anlagen:
  - Angebot 2026-0815
---
vielen Dank für Ihre Anfrage vom 20. August 2026. Anbei erhalten Sie unser Angebot.

Die Umsetzung dauert ab Ihrer Freigabe **sieben Werktage**.
python3 skill/scripts/falzmarke.py render brief.md --png

Alle Felder stehen im Datenvertrag. Ein Feld, das dort nicht steht, bricht mit Zeilennummer und Vorschlag ab — es wird nie stillschweigend verworfen.

Was im Brieftext erlaubt ist

Der Text unter dem Frontmatter ist falzmarke-Markdown, eine dokumentierte Teilmenge von CommonMark:

Das geht Das erledigt falzmarke selbst
Absätze, **fett**, *kursiv* § 5 mit geschütztem Leerzeichen
Aufzählungen und nummerierte Listen -- wird zum Halbgeviertstrich – so
Harter Umbruch mit \ am Zeilenende "Wort" wird zu „Wort“
Pipe-Tabellen mit Ausrichtung

Abkürzungen (z. B.), Datum (25. August), Einheiten (10 %, 5 kg) und Kürzel vor einer Angabe (Tel., Nr.) setzt falzmarke nicht von selbst: Keine dieser Regeln steht auf mehr als einer Quelle, die etwas dazu sagt — bei Abkürzungen und Datum trägt nur Wikipedia, die zweite volle Quelle schweigt (#31). Deshalb warnt lint, statt zu ersetzen. Es meldet die Stelle mit Zeile — dann setzt du das Leerzeichen selbst, mit &nbsp; (5&nbsp;km). Welche Regeln mehrfach belegt sind, steht in der Tabelle Quellenlage je Regel.

Links, Bilder und HTML sind Fehler — mit Zeile, Grund und Korrektur, nie stillschweigend. Auf Papier gibt es keinen Link, und ein Bild im Fließtext verschöbe die Geometrie, die danach gemessen wird.

Zwischenüberschriften (# bis ####), tiefere Aufzählungen, Blockzitate und wortgetreue Auszüge gibt es für lange Schreiben: dialekt: "1.1" im Frontmatter schaltet sie frei. Ein Auszug bleibt Zeichen für Zeichen stehen — keine typografischen Ersetzungen, kein Umbruch, keine Einfärbung, und nichts darin wird ausgeführt. Ohne das Feld gilt Fassung 1.0, und ein bestehender Brief rendert unverändert.

Die vollständige Liste: falzmarke-Markdown.

Dieselbe Datei als E-Mail

Ein Schreiben mit typ: email im Frontmatter wird keine PDF-Seite, sondern eine .eml — dieselbe Quelle, dasselbe Profil, dieselbe Signatur.

falzmarke email nachricht.md --html
OK  geschrieben: nachricht.eml
OK  geschrieben: nachricht.html
OK  verify: 22/22 Prüfungen bestanden

Die .eml öffnet das Mailprogramm, die .html der Browser. Mit --oeffnen legt falzmarke auf macOS gleich einen Entwurf an — in Thunderbird, mit Absender, Empfängern, Betreff, Rumpf und Anhängen, mit Senden-Knopf, und erst nach bestandener Prüfung; Outlook für Mac nur mit --programm outlook. Wo dieser Weg nicht gemessen ist (Windows, Linux, Apple Mail), wird die Datei übergeben; sie erscheint dort als Lesefenster, nicht als Entwurf, und das ist eine Eigenschaft des Formats. Geprüft wird die fertige Datei: MIME-Aufbau, format=flowed, Space-Stuffing, die Signaturtrennzeile, und ob im HTML nichts steht, was dort nicht hingehört — kein Skript, kein externes Stylesheet, kein Zählpixel, keine Tabelle als Layout. falzmarke verify --email misst auch Dateien, die von woanders kommen.

falzmarke versendet nichts. Es gibt keinen Versandbefehl und keine Option, die sendet: Wer eine Datei erzeugt, haftet für ihren Inhalt; wer sie befördert, für Zustellung und Nachweis. Das sind zwei Versprechen, und falzmarke gibt nur das erste (ADR 0034). Der Entwurf ist davon nicht berührt und geht keinen Schritt weiter: Entwurf ja, Senden nie — im Steuerskript steht kein Versandbefehl, und ein Test misst das am ganzen Paket (ADR 0038).

Wie die Datei aufgebaut ist, was bewusst fehlt und wo die Grenzen liegen: Die E-Mail-Fassung. Vier Beispiele liegen unter examples/email/.

Rechnungen: ZUGFeRD und XRechnung

Ein Schreiben mit typ: rechnung wird wie ein Brief gesetzt und trägt zugleich einen Datensatz, den keine Person liest: An Firmen geht die Rechnung als PDF mit eingebetteter ZUGFeRD-XML, an Behörden geht dieselbe Rechnung als reine XRechnung-XML, ohne PDF.

falzmarke render rechnung.md                 # PDF/A-3b mit eingebetteter ZUGFeRD-XML
falzmarke xml xrechnung.md -o rechnung.xml   # nur die XML, für eine Behörde

Abgenommen wird das Ergebnis nicht von falzmarke selbst, sondern von zwei fremden Werkzeugen in der CI: Mustang 2.26.0 prüft PDF und eingebettete XML gegen die Schematron-Regeln der jeweiligen Fassung, der KoSIT-Validator 1.6.3 prüft eine XRechnung ein zweites Mal mit der amtlichen Konfiguration.

falzmarke rechnet nicht. Es überträgt Positionen, Steuersätze und Summen aus der Quelle, ohne sie zu bilden — es vergibt keine Rechnungsnummern, bucht nicht, mahnt nicht und versendet nichts. Was das im Einzelnen heißt und was ausdrücklich nicht behauptet wird: Rechnungen mit falzmarke.

Urkunden: ein Schriftstück ohne Anschriftfeld

Eine Vereinbarung, eine Erklärung, ein Nachweis: Ein Schreiben mit typ: urkunde trägt einen Titel statt eines Betreffs, kein Anschriftfeld und Linien zum Unterschreiben von Hand. Briefkopf, Fußzeile, Schrift und Raster kommen aus demselben Profil wie beim Brief.

falzmarke render vereinbarung.md   # setzt und misst nach — auch die Unterschriftslinien

Im Text gibt es dafür zwei Elemente mehr (dialekt: "1.2"): das Ausfüllfeld, eine Kette aus Unterstrichen, die zu einer Linie fester Länge wird, und die Angabentabelle ohne Kopfzeile. Mit seiten_max: 1 wird der Lauf rot, wenn das Schriftstück nicht auf eine Seite passt.

Die Maße einer Urkunde sind Setzungen des Werkzeugs, keine der DIN 5008 — die Norm sagt zu einem Blatt ohne Anschriftfeld nichts, und die Zahl der Maße, die oben für den Brief steht, gilt hier nicht. Über Form oder Wirksamkeit eines Schriftstücks sagt falzmarke nichts; es kennt auch keine Klauseln. Was das im Einzelnen heißt: Urkunden mit falzmarke. Zwei Beispiele liegen unter examples/urkunde/.

Beispiele

Standardbrief Einschreiben Mehrseitig
Form B Vermerkzone Folgeseiten
Form B mit Informationsblock Zusatz- und Vermerkzone Kopfzeile und Seitenzählung

Dazu Form A, Auslandsanschrift, Tabelle, ein Brief mit langem Informationsblock und einer mit englischer Beschriftung (sprache: en — deutsche Maße, englische Wörter) — alle Beispiele und ihre vollständigen Renderings.

Grenzen

  • falzmarke-Markdown (CommonMark-Teilmenge): Absätze, fett, kursiv, Aufzählungen, nummerierte Listen, harter Umbruch, Pipe-Tabellen. Alles andere bricht mit Zeilenangabe ab, statt still etwas anderes zu setzen.
  • Zonengrößen der Norm: Anschrift höchstens 6 Zeilen, Vermerke höchstens 3, Werte im Informationsblock höchstens 21 Zeichen.
  • Keine Bilder im Fließtext — ein Logo gehört ins Profil.
  • Nur DIN 5008. Schweiz (SN 010130) und Österreich (ÖNORM A 1080) sind vorgemerkt (#10); das Frontmatter-Feld norm: ist dafür reserviert.
  • Keine Signatur. Das Unterschriftsbild ist Erscheinungsbild, kein Nachweis. Eine kryptografische Signatur ist Gegenstand von #14.

Weiterlesen

Befehle alle Unterbefehle, Exit-Codes, was geprüft wird
Absenderprofile Profil anlegen, Suchreihenfolge, eigener Briefkopf
Die E-Mail-Fassung Aufbau der .eml, ihre Teile und Grenzen
Rechnungen mit falzmarke ZUGFeRD, XRechnung, was geprüft wird und was nicht
Datenvertrag jedes Frontmatter-Feld mit Beispiel
falzmarke-Markdown was im Brieftext möglich ist
Normmaße und Quellenlage Sollwerte und ihre Herkunft
Was falzmarke behauptet — und was nicht Grenzen der Normaussage
Aufbau des Repositorys Schichten, Vendoring, warum das Paket unter skill/ liegt
Roadmap in welcher Reihenfolge gearbeitet wird, und was noch offen ist
Changelog · Releases was sich geändert hat

Mitmachen

Fehlerberichte und Vorschläge sind willkommen — siehe CONTRIBUTING.md. Bei einem Geometriefehler bitte die Ausgabe von verify mitschicken; ohne sie lässt sich nicht unterscheiden, ob das Layout oder die Messung danebenliegt.

Sicherheitsrelevantes bitte nicht als Issue, sondern nach SECURITY.md.

Herkunft und Dank

Markdown wurde 2004 von John Gruber gemeinsam mit Aaron Swartz entworfen. Die Spezifikation dazu ist CommonMark (John MacFarlane und Mitwirkende). falzmarke setzt eine dokumentierte Teilmenge davon um — falzmarke-Markdown — und weicht an drei Stellen bewusst ab: HTML wird nie durchgereicht, Links werden nie gesetzt, und eine einzelne 2. Text-Zeile ohne weitere Listenpunkte wird gemeldet — gesetzt mit erhaltenem Startwert, damit nichts still umnummeriert wird.

Das Seitenlayout stammt von typst-letter-pro (MIT) von Sematre und ist unverändert vendort — Prüfsumme in vendor/README.md. falzmarke ergänzt die Schicht darüber: Datenvertrag, Profile, Markdown-Eingabe, Messung und den Skill.

Gesetzt wird mit Typst (Apache-2.0), geparst mit markdown-it-py (MIT), gemessen mit pdfplumber (MIT) und pypdf (BSD-3). Schriften: Libertinus und Source Sans 3 (beide OFL 1.1). Die vollständige Aufstellung samt der Begründung, warum PyMuPDF (AGPL-3.0) ersetzt wurde, steht in THIRD_PARTY_LICENSES.md.

Alle Abhängigkeiten des Programms sind permissiv lizenziert — falzmarke lässt sich damit auch in geschlossene Systeme einbauen. Nicht permissiv ist allein Remotion, womit der Erklärfilm gerendert wird: am Programm ist es nicht beteiligt und wird nicht mitgeliefert.

DIN 5008 ist eine Norm des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. falzmarke ist kein Produkt des DIN, steht in keiner Verbindung zum DIN und behauptet keine Zertifizierung. Wie die Maße gemessen wurden, steht in docs/normmasse.md.

Was sich zuletzt getan hat

Die letzten zwei Versionen im Wortlaut. Erzeugt aus CHANGELOG.md — dort ändern, dann python3 scripts/changelog.py.

v0.11.1 — 03.11.2026

Neu

  • Plugin-Bündel für das Anthropic-Verzeichnis. skill/ trägt jetzt ein Manifest, ein README und ein Icon. Das .skill-Paket bleibt, wie es war.

Behoben

  • Ein Entwurf in einem Fenster mit Alias-Absender gilt wieder als offen. Thunderbird meldet als Identität das From des Fensters, nicht das Konto. Ein Alias desselben Kontos fiel deshalb aus der Zuordnung, und aufraeumen --entwuerfe konnte den Entwurf aus dem offenen Fenster in den Papierkorb ziehen. Jetzt hält das Fenster den Entwurf; status sagt dazu, dass die Zuordnung nur an der UID hängt, und nennt den gemeldeten Absender.

  • Eine Absenderadresse mit Umbruch oder Nullbyte meldet sich nicht mehr an. LOGIN lief als einziger Befehl mit frei belegtem Argument an der Prüfung vorbei; auf Python 3.12 wäre der Rest der Adresse als zweiter IMAP-Befehl auf die Leitung gegangen.

  • aufraeumen nennt die gefundenen Mails auch dann, wenn der Zug abbricht. Bisher stand im Text nur NICHT GEPRÜFT …, die UIDs standen nur in --json, obwohl der Server einen Teil schon bewegt haben kann.

  • aufraeumen verschiebt nur noch den exakten Treffer. Eine Kennung ohne spitze Klammern fand per Teilkette auch fremde Mails, und --machen hätte sie verschoben.

v0.11.0 — 02.11.2026

Neu

  • Überholte Entwürfe verschwinden von selbst aus „Entwürfe“. email --oeffnen räumt für den eigenen Absender mit auf und nennt die UIDs; falzmarke aufraeumen --absender <adresse> --entwuerfe [--machen] [--json] zeigt und tut dasselbe von Hand. Weg darf nur, was belegt ist: dieselbe Fassung ging hinaus (status sagt BELEGT), oder eine neuere Fassung ging an genau dieselben Empfänger mit demselben Betreff. Offene Fenster, Entwürfe ohne Fassung, von Hand geschriebene oder in Thunderbird geänderte Entwürfe und alles mit unlesbarem Beleg bleiben liegen, und der Grund steht da. Ändert sich nur der Text, ersetzt der neue Entwurf den alten von falzmarke ohne Schalter; --ersetzen legt ihn auch an, wenn ein passender alter nicht weg darf. Gesendet wird nichts, gelöscht auch nicht: Der einzige ändernde Befehl ist UID MOVE in den Ordner mit \Trash, im neuen Modul falzmarke.entwurfsablage. FALZMARKE_AUFRAEUMEN=nie schaltet das Mitaufräumen ab (ADR 0062, #425).

  • falzmarke aufraeumen legt beantwortete Post aus dem Eingang in die Ablage des Kontos. falzmarke aufraeumen --absender <adresse> [--seit 30] [--machen] [--json]: Erledigt heißt, dass eine gesendete Antwort die Nachricht in In-Reply-To nennt — das gilt auch für eine Antwort, die von Hand in Thunderbird entstand. Ohne --machen wird nichts bewegt, nur gezeigt. Das Ziel steht als ablage: im Abschnitt email: des Profils; fehlt es, gilt der Sonderordner \Archive, und gibt es auch den nicht, wandert nichts und der Grund steht da — nach einem Ordnernamen wird nicht geraten. Als Ziel ausgeschlossen sind der Gesendet-Ordner (er ist Datenquelle der Sendesperre und von status, ADR 0051), die Entwürfe, der Papierkorb, der Spam-Ordner und der Eingang selbst, geprüft am Kennzeichen des Servers statt am Namen. Ein zweiter Lauf verschiebt nichts mehr, weil die Nachricht dann nicht mehr im Eingang liegt; ein Protokoll braucht es dafür nicht. Der einzige ändernde Befehl ist UID MOVE in einem eigenen Modul falzmarke.ablage — falzmarke.postfach bleibt nur lesend, und ein Nachbau aus COPY, STORE und EXPUNGE wird nicht gewagt: Nennt der Server kein MOVE, wird nichts verschoben. Das Add-on Entwurfsbrücke wird dafür nicht angefasst und braucht keine neue Berechtigung (ADR 0061). Nennt eine Antwort mehrere Kennungen oder liegt ihr In-Reply-To über zwei Zeilen, wird jede Kennung einzeln gesucht; ein Umbruch in einem IMAP-Argument wird abgelehnt, weil dort sonst ein zweiter Befehl beginnt. Sah der Lauf nur die jüngsten Mails des Fensters, sagt er das in Text und --json. Nennen zwei Profile derselben Adresse verschiedene ablage:, wird kein Postfach geöffnet und nichts bewegt. --seit nimmt 1 bis 3650 Tage (ADR 0061, #438).

  • email --oeffnen --kein-fenster legt den Entwurf ab, ohne ein Fenster zu öffnen. Bis v0.10.0 war der Postfach-Weg fensterlos (ADR 0051); seit der Entwurfsbrücke öffnet jeder Lauf ein Verfassen-Fenster und holt Thunderbird nach vorn. Vier Briefe in einer Schleife waren damit vier Fenster und vier Fokussprünge. Mit dem Schalter bleibt die Brücke ganz heraus — sie wird nicht einmal gerufen. Die Hilfe zu --oeffnen nennt jetzt auch die beiden Umgebungsvariablen: FALZMARKE_ENTWURF=nie schaltet den Entwurf ab, FALZMARKE_BRUECKE=nie nur das Fenster (ADR 0054).

  • falzmarke status sagt, was aus einem Entwurf wurde, und Thunderbird fragt vor dem zweiten Senden nach. falzmarke status --absender <adresse> [--tage 14] [--diff] [--json] liest Entwürfe, Gesendet und Papierkorb nur lesend und meldet je Entwurf WARTET, OFFEN, SCHON RAUS, GESENDET (mit „Text unverändert“ oder „Text geändert“), ERSETZT, GELÖSCHT oder VERSCHWUNDEN. Zwei gleiche Entwürfe an dieselben Empfänger meldet es mit nur einen senden. Ist das Postfach nicht erreichbar, steht NICHT GEPRÜFT da, mit Exit 3. Dazu trägt email --oeffnen jeden Entwurf ins Entwurfsbuch ein (~/.local/state/falzmarke/entwuerfe.jsonl, abschaltbar mit FALZMARKE_ENTWURFSBUCH=nie). Die Entwurfsbrücke 0.2.1 schreibt ein Tagebuch ins Thunderbird-Profil: geöffnet, gespeichert, gesendet, ohne Senden geschlossen. Ging derselbe Text in den letzten 14 Tagen schon an einen dieser Empfänger, hält sie das Senden an und fragt nach. Bei einem Entwurf oder einer neuen Mail gilt das auch für denselben Betreff mit anderem Text in den letzten 24 Stunden. Vorgewählt ist „Nicht senden“. Kann sie nicht prüfen, geht die Mail hinaus. Das Add-on verlangt dafür drei Rechte (compose, messagesRead, accountsRead) und kann weiter nicht senden, löschen oder verschieben. postfach.koepfe holt Kopfzeilen jetzt in Stücken zu 500 und meldet, wenn es gekappt hat (ADR 0055).

  • Der Postfach-Entwurf geht in Thunderbird auf. Das neue Add-on Entwurfsbrücke (thunderbird/entwurfsbruecke/, packen mit scripts/xpi_packen.py) öffnet den Entwurf, den email --oeffnen in „Entwürfe“ abgelegt hat, wie „Entwurf bearbeiten“. Nach dem Senden räumt Thunderbird ihn selbst weg. falzmarke meldet OK Entwurf offen in Thunderbird: <Betreff>, ohne Add-on HINWEIS Es geht kein Fenster auf mit dem Grund. Ist die Lage ungewiss, wird nicht ein zweites Mal geöffnet. Liegt der Entwurf schon, öffnet die Brücke den vorhandenen. Neu ist auch falzmarke entwurf-oeffnen --absender <adresse> [--betreff … | --uid …]: Der Befehl listet die Entwürfe eines Absenders oder öffnet genau einen. Das Add-on kann nur öffnen, nicht senden, löschen oder verschieben. Gerufen wird es über einen Unix-Socket im Thunderbird-Profil (Rechte 0600), und es verlangt die Rechte compose, messagesRead und accountsRead — Senden ist darunter nicht (ADR 0054).

  • status zeigt, an wen ein Entwurf geht und an wen er ging. Unter einem offenen Entwurf steht, was das Fenster hinausschicken würde: Absender, An, Cc, Bcc, Anhänge und „Text wie angelegt“ oder „Text geändert“. Unter einem gesendeten steht, wohin die Mail ging, mit „Empfänger wie angelegt“ oder ABWEICHEND vom Entwurf: +x −y; ein fehlendes Bcc erscheint als −adresse. Dafür meldet die Entwurfsbrücke 0.3.0 bei fenster den Fensterinhalt und schreibt bei gesendet Empfänger und Anhänge ins Tagebuch, und email --oeffnen trägt das Bcc ins Entwurfsbuch ein. Thunderbird lässt X-Falzmarke-Fassung beim Senden weg; die Fassung einer gesendeten Mail kommt jetzt über ihre Message-ID aus dem Tagebuch. Damit erkennen die Prüfung vor dem Entwurf, status und die Sperre eine Mail auch dann als gesendet, wenn der Text in Thunderbird geändert wurde. Zurückgeschrieben wird die Kopfzeile nicht: Das Add-on ändert das Fenster weiter nicht (ADR 0056).

  • Die Entwurfsbrücke hält Defekte im Profil fest. entwurfsbruecke-fehler.jsonl nimmt auf, was am Add-on selbst schiefging — eine Anfrage ohne Antwort, ein Wurf beim Annehmen, ein Tagebucheintrag, der nicht geschrieben wurde. Bisher stand das nur im Speicher und war allein über den Socket lesbar, also über genau den Kanal, der im Fehlerfall ausfällt; am 26.10.2026 war der Grund für eine tote Brücke deshalb nur in Thunderbirds Fehlerkonsole zu sehen. In die Datei geht kein Mailinhalt: Zeitstempel, Art, Fassung, Ausnahmetext, 200 Zeilen gedeckelt. Jeder Rückruf des Transports liegt jetzt in einer Hülle, die meldet statt still abzureißen. Entwurfsbrücke 0.3.4 (#421).

  • Die Entwurfsbrücke hängt am Release und aktualisiert sich selbst. Jedes Release trägt entwurfsbruecke-<fassung>.xpi mit Prüfsumme und Herkunftsbeleg, dazu updates.json. Das Manifest fragt diese Datei über update_url ab, Thunderbird installiert danach neue Fassungen selbst und nur mit passender Prüfsumme. scripts/xpi_updates.py schreibt updates.json aus der gepackten Datei. Installieren, prüfen, entfernen: docs/entwurfsbruecke.md.

Geändert

  • Thunderbird wird nur noch nach vorn geholt, wenn das Fenster in diesem Aufruf entstand. Stand es schon offen, sprang der Fokus trotzdem. Entwurfsbrücke 0.3.5 (#415).

    Achtung beim Update: falzmarke entwurf-oeffnen holt einen bereits offenen Entwurf nicht mehr nach vorn. Der Befehl sagt weiterhin, dass das Fenster steht („war schon offen“, Exit 0), aber den Wechsel dorthin macht jetzt der Mensch. Das ist der Preis dafür, dass eine Schleife über viele Briefe nicht mehr bei jedem Lauf den Fokus wegnimmt; wer den Sprung will, schließt das Fenster vorher oder wechselt selbst.

Behoben

  • Die Sperre beim Senden fragt nicht mehr bei jeder Mail. Wer eine Archivadresse in Blindkopie führt — vier Profile tun das —, bekam die Frage „ging schon hinaus“ bei jedem zweiten Versand: Die Sperre zählte die eigene Blindkopie als gemeinsamen Empfänger, also hatte jede neue Mail mit jeder gesendeten eine Adresse gemeinsam. Verglichen wird jetzt ohne sie, genau wie falzmarke status es tut; im Tagebuch steht sie weiter (ADR 0058).

  • Eine Prüfung, die hängt, hält das Fenster nicht mehr auf. Nach zehn Sekunden geht die Mail hinaus und der Grund steht im Tagebuch — das hatte ADR 0055 zugesagt, im Add-on stand dazu nichts. Dazu bricht eine einzelne unlesbare Mail die Prüfung nicht mehr ab, sondern wird übersprungen und gezählt; „Sperre hat nicht alles gesehen“ steht dann in falzmarke status (ADR 0058).

  • Die Sperre beim Senden urteilt bei HTML wie status. Das Add-on löste nur zwanzig HTML-Zeichennamen auf und ließ unbekannte als Wort im Text stehen; &ndash; wurde dort zu „ndash“, während falzmarke „–“ daraus machte und es aus dem Textvergleich warf. Bei einer Mail, die nur als HTML im Gesendet-Ordner liegt — vom Telefon, aus Webmail —, schwieg die Sperre deshalb, wo falzmarke status „SCHON RAUS“ meldete. Das Add-on kennt jetzt dieselben 2231 Namen wie falzmarke; die Tabelle wird aus Python erzeugt (scripts/zeichennamen.py), nicht von Hand gepflegt, und über alle Namen geprüft (ADR 0057).

  • Die Entwurfsbrücke verlangt Thunderbird 158. Im Add-on stand bisher 128 als Mindestfassung, gemessen war nur 158.0.1. Wer älter fährt, bekam kein „zu alt“, sondern ein halb gestartetes Add-on und von falzmarke die Meldung „Thunderbird ist zu oder das Add-on fehlt“. Jetzt sagt es Thunderbird beim Installieren (ADR 0054).

  • Richtigstellung: ADR 0054 und die Release-Notiz zur Entwurfsbrücke behaupteten, das Add-on verlange keine Berechtigung. Es verlangt compose, messagesRead und accountsRead — Senden ist darunter nicht.

  • Das Entwurfsbuch gehört nur dem eigenen Konto. Wer Entwürfe mit --oeffnen ins Postfach legt, sammelt in ~/.local/state/falzmarke/entwuerfe.jsonl den Text jeder Mail im Klartext — bisher für jedes Konto des Rechners lesbar und ohne Ende. Das Buch wird jetzt mit 0600 in einem Ordner mit 0700 angelegt, ein vorhandenes beim nächsten Schreiben nachgezogen, und Zeilen älter als 56 Tage verlassen es. FALZMARKE_ENTWURFSBUCH=nie schaltet es ganz ab (ADR 0058).

  • Die Entwurfsbrücke lauscht nicht mehr auf einem Port. Bis 0.3.0 nahm sie Zurufe auf 127.0.0.1:1994 an — dort kam jeder Prozess jedes Kontos des Rechners heran und bekam ohne weiteres Betreffe, Empfänger und Text der offenen Fenster sowie die letzten sechzig Vorgänge. Gerufen wird jetzt über einen Unix-Socket im Thunderbird-Profil mit Rechten 0600; den Pfad setzt notfalls FALZMARKE_BRUECKE_SOCKET, falzmarke.entwurfsbruecke.port und FALZMARKE_BRUECKE_PORT gibt es nicht mehr. Dazu: Eine Antwort, die sich nicht als Entwurfsbrücke ausweist, gilt nicht mehr als eine; Steuerzeichen aus Betreff und Fenstertext gehen nicht in die Ausgabe; eine Verbindung ohne Daten wird nach zehn Sekunden getrennt (ADR 0059).

  • Eine einzelne Message-ID beendet das Aufräumen nicht mehr. Ein In-Reply-To mit Nullbyte oder Nicht-ASCII schaltete aufraeumen für das ganze Konto auf NICHT GEPRÜFT, Nicht-ASCII sogar mit Traceback. Jetzt wird die Kennung übersprungen und im Bericht genannt, die übrigen Antworten laufen weiter.

  • Ein Socket außerhalb des Profils verliert das Tagebuch nicht mehr. FALZMARKE_BRUECKE_SOCKET ist auch dafür da, den Socket aus einem zu langen Pfad zu holen. Dann gilt sein Verzeichnis nicht mehr als Profil: Gelesen wird das Standardprofil, und gibt es keines, nennt der Grund das Verzeichnis richtig.

  • status sagt, wenn nur die UID ein Fenster zugeordnet hat. Meldet ein Fenster keinen Absender, kann die Zahl auch zu einem anderen Konto oder Ordner gehören. Der Entwurf bleibt OFFEN, weil das die sichere Seite ist; Text und JSON (fenster_nur_uid) weisen den Fall jetzt aus.

  • „Text wie angelegt“ stimmt auch nach dem Speichern in Thunderbird. Thunderbird legt einen gespeicherten Entwurf unter neuer UID und als HTML ab; status meldete dann „Text geändert“, obwohl niemand etwas geändert hatte. Die Vorlage kommt jetzt über die Tagebuch-Kette aus dem Entwurfsbuch. Das Feld ungespeichert in fenster entfällt: Thunderbird setzt den zugrunde liegenden Zustand schon beim Laden selbst, der Wert war auch bei einem unberührten Fenster wahr. Entwurfsbrücke 0.3.2.

  • Die Entwurfsbrücke beantwortet wieder Anfragen. 0.3.1 und 0.3.2 riefen beim Eintreffen einer Anfrage clearTimeout auf, ohne es zu importieren. Das Add-on brach deshalb jede Anfrage ohne Antwort ab, und falzmarke meldete „die Verbindung ging ohne vollständige Antwort zu“. Eine Probe prüft jetzt, dass jede Uhr-Funktion im Experiment importiert ist. Entwurfsbrücke 0.3.3.

  • Ein von Thunderbird gespeicherter Entwurf verliert seine Zuordnung nicht mehr. Die ganze Zuordnung zwischen Entwurfsbuch, Postfach und Tagebuch hing an einer Zahl, und die entstand aus genau einem Aufruf: Blieb er leer, hing die Versandzeile an keinem Entwurf — kein „Ging an … · Empfänger wie angelegt", kein BELEGT, und die Sendesperre erkannte den Entwurf nicht über seine Fassung. Jetzt löst das Add-on die UID über zwei Wege auf (messageKey und die Entwurfsadresse des Verfassen-Fensters), holt sie vor dem Senden noch einmal nach, falls sie beim Öffnen leer blieb, und schreibt bei jedem Öffnen beide Ergebnisse ins Tagebuch samt der Angabe, welcher Weg getragen hat (uid_quelle) und warum der andere nicht (uid_grund). Die Fassung, die Thunderbird beim Speichern wegwirft, kommt über die Kette der Speicherungen zurück (fassung_quelle: "kette") — ohne sie in die ausgehende Mail zurückzuschreiben, das bleibt verboten. Entwurfsbrücke 0.3.7, ADR 0060 (#420).

  • falzmarke status meldet einen Tagebuch-Eintrag, der an keinem Entwurf hängt, statt ihn stillschweigend zu übergehen: „1 Tagebuch-Eintrag zu einem Entwurf trägt weder UID noch Fassung". Neue Mails und Antworten haben von Natur aus keine UID und zählen nicht mit. Die Zahl steht auch in --json (#420).

  • Die Prüfungen am Add-on halten jetzt, was ADR 0055 über sie sagt. Die Rechte der Entwurfsbrücke werden als Positivliste über das ganze Manifest gelesen (optional_permissions, content_scripts, cloud_file und ein zweites Experiment fielen vorher nicht auf), die Namensliste der Sendewege vergleicht ohne Rücksicht auf die Schreibweise und kennt goDoCommand("cmd_sendNow"), und die Dateiliste des Pakets liest scripts/xpi_packen.py am Manifest statt sie daneben zu führen. Am Add-on selbst ändert sich nichts: Die .xpi ist Byte für Byte dieselbe (#412).

  • Das Entwurfsbuch verliert keine Zeile mehr, und was unlesbar ist, sagt falzmarke status. Zwei Läufe zugleich konnten sich eine Zeile kosten: Vor jedem Schreiben verwirft das Buch zu alte Zeilen, und wer dabei zwischen Lesen und Umbenennen anhängte, war danach nicht mehr da — gemessen, samt Gegenprobe. Jetzt liegt eine Sperre über beidem, und jede Zeile geht in einem Stück ins Buch. Beschädigte Zeilen werden gezählt und genannt („2 Zeilen im Entwurfsbuch sind unlesbar“), statt die Zahl im Kopf der Ausgabe kleiner zu machen: „die Zeile ist weg“ war von „es gab sie nie“ nicht zu unterscheiden. Sehr lange Mails stehen bis 32 KiB im Buch; darüber wird der Text gekappt, und status sagt dann „Text im Buch gekappt“ statt „Text geändert“. Beide Hinweise stehen auch dann, wenn das Postfach nicht antwortet — was das Buch weiß, weiß es unabhängig davon (ADR 0055).

  • Ein ungewisses Ablegen steht jetzt auch im Buch. Reißt die Verbindung hinter dem Ablegen ab, ist offen, ob der Entwurf im Postfach liegt — bisher stand darüber nichts im Buch, und sein Text war verloren, sobald er aus „Entwürfe“ verschwand. Die Zeile trägt jetzt Grund und Text, nur keine UID (die ist nach dem Abriss nicht zu ermitteln); falzmarke status nennt den Lauf als Hinweis (ADR 0055).

  • Die Sperre fragt zuerst, was in dieser Sitzung schon hinausging. Zwei Fenster, kurz hintereinander gesendet, kamen beide ungefragt durch: Der Gesendet-Ordner hatte die erste Mail noch nicht, und nur ihn fragte die Sperre. Jetzt führt das Add-on die gesendeten Merkmale im Speicher mit und prüft sie vor dem Ordner — das hält auch dann an, wenn das Postfach oder das Tagebuch gerade nichts hergibt. Eine Sendung, die scheitert, wird wieder vergessen, damit sie den zweiten Anlauf nicht blockiert. Entwurfsbrücke 0.3.6 (#413).

  • falzmarke status antwortet in der Textausgabe und in --json dasselbe. Vier Stellen stellten dieselbe Lage verschieden dar. · BELEGT stand nur hinter GESENDET, während --json belegt für jeden Zustand meldete — jetzt hängt das Wort an einer einzigen Stelle, hinter jedem Zustand, den zwei Quellen tragen. Es steht damit auch hinter SCHON RAUS und verstärkt dort die Warnung „nicht noch einmal senden“. Hinter GELÖSCHT steht es nicht: Dass derselbe Betreff mit anderem Text hinausging, belegt für diesen Entwurf nichts. Die Zahl der Tagebucheinträge im Kopf zählte alle Konten des Thunderbird-Profils, obwohl die Zeile hinter einem einzelnen Absender steht; gezählt werden jetzt dessen Einträge.

    Achtung beim Update: eine Zeile kann eine andere Überschrift tragen als bisher. Liegt ein Entwurf noch in „Entwürfe“, steht aber derselbe Text schon in „Gesendet“, und ist zugleich ein Verfassen-Fenster offen, hieß die Zeile OFFEN und die Warnung stand erst dahinter. Jetzt heißt sie SCHON RAUS — dass der Text schon hinausging, ist die Nachricht, auf die es ankommt. Das offene Fenster nennt dieselbe Zeile weiter („gerade im Fenster offen“). Wer die Textausgabe mit grep auswertet, prüft das besser nach; --json trug die Lage schon vorher in eigenen Feldern.

  • OFFEN und BELEGT konnten an manchen Einrichtungen nie entstehen, und zwar still. Welchem Konto ein offenes Verfassen-Fenster gehört, wurde aus der Adresse der Nachricht (imap-message://…) geraten: Ihr Autoritätsteil trägt aber den IMAP-Anmeldenamen, nicht die E-Mail-Adresse. Lautet der Login m0123456 oder order, während die Adresse order@example.de ist, traf der Vergleich nie — ein Entwurf, der gerade in einem Fenster stand, hieß WARTET. Umgekehrt traf er auch ein fremdes Konto, dessen Adresse die eigene als Teilstück enthält. Gefragt wird jetzt das Add-on, das die Absenderadresse des Fensters ab 0.3.0 meldet; fehlt sie, hängt die Zuordnung an der UID, und die Adresse entscheidet nur noch zwischen zwei Fenstern derselben UID. Das Tagebuch kommt aus dem Thunderbird-Profil, in dem der Socket der Brücke liegt, nicht länger blind aus dem Standardprofil — bei gesetztem FALZMARKE_BRUECKE_SOCKET las status sonst eine Datei, die niemand schreibt, und meldete „kein Tagebuch", was nach einem zu alten Add-on klingt. Fehlt es wirklich, nennt der Hinweis jetzt das gelesene Profil. (#410)

  • Der Eintrag im MCP-Registry startet den Dienst. server.json nannte nur das Paket; ein Client baute daraus uvx falzmarke, und das endete mit Exit 2. Jetzt stehen der Unterbefehl mcp und das SDK im Eintrag. Das Skill-Manifest trägt Lizenz, Version und englische Auslöser, und alle drei Manifeste werden gegen ihr Schema geprüft.

Davor liegen 36 weitere Versionen — der vollständige Verlauf steht in CHANGELOG.md.

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